Bücher, in denen Menschen als Itaker oder Kümmeltürken bezeichnet werden, würde ich nicht Kinder vorlesen. Es sei denn, man versteht unter Kümmeltürken die Bewohner des Magdeburger Bördelandes, die auf ihren guten Böden den anspruchsvollen Kümmel anbauen, und deshalb Kümmeltürken heißen. Auch auf Astrid Lindgrens Bücher könnte man verzichten. Wie Mely Kiyak richtig darlegt, sind Astrid Lindgrens Bücher auch dann noch rassistisch, wenn sie von "Südseekönigen" handeln. Daß dieses Umschreiben von anrüchigen Begriffen nicht den Inhalt verändert, machen auch die Nazis vor: Sie beschuldigen nicht mehr direkt Juden, sondern schwatzen von Ostküste und verwenden charakteristische Chiffren.
Die Begriffe Kümmeltürke und Itaker sind generische Herabwürdigungen, der Begriff Neger im ursprünglichen Gebrauch jedenfalls nicht. Ich halte das Wort -- zumindest bedingt -- für vertretbar.
Dass Astrid Lindgrens Buchwerk rassistisch sein soll, müsste mir erst noch dargelegt werden. Ihre Schreibe reflektiert eine andere Zeit als unsere Gegenwart. Ich habe sie (als Kind) gelesen und sehe auch aus heutiger, distanzierter Sicht keine übermäßig reaktionäre Denkweise, insbesondere keinen Rassismus.
Vom Ausschütten, von Bädern und von Kindern.
Dass Astrid Lindgrens Buchwerk rassistisch sein soll, müsste mir erst noch dargelegt werden. Ihre Schreibe reflektiert eine andere Zeit als unsere Gegenwart. Ich habe sie (als Kind) gelesen und sehe auch aus heutiger, distanzierter Sicht keine übermäßig reaktionäre Denkweise, insbesondere keinen Rassismus.