19
Aug
2005

Madeira2

Schnell zeigte sich, das im Badestrandlook auf der Insel nichts zu holen war.

netbitchmadeira1

Festes Schuhwerk und Funktionskleidung waren Bedingung, um die wirklich atemberaubende Insel zu erkunden. Grünes, fast schon tropisch wirkendes Waldland mit wunderbar duftenden Blumen

netbitchmadeira3

wechselt ab mit Felsen, die teilweise aus Lava, zum Teil aber auch aus Eisen bestehen, das glutflüssig erstarrt ist und nun von der Erosion zerfressen wird (rote Klippen)

netbitchmadeira2.

Dazwischen malerische kleine Dörfchen inmitten von Plantagen - oder Farmland - bewässert von künstlichen Bewässerungsgräben, den Levadas, die gleichzeitig als Wegenetz dienen und das a und o des Wanderns auf diesr Insel darstellen.

netbitchmadeira4

Kurz gesagt: Muito belo, espantoso!

18
Aug
2005

Fröhliches Liedgut

Damit habe ich zwar wahrhaft nichts zu tun oder gemein,
aber lustig finde ich es schon:

http://www.laut.de/lautstark/cd-reviews/r/rockbitch/motor_driven_bimbo/index.htm

22
Jul
2005

MADEIRA

Die Koffer sind gepackt, raus aus dem schaurigen deutschen Wetter, ab in den Süden zu Espada, Rotwein, Bollo de Mel und natürlich jenem Tropfen, der heißt wie die Insel, levadawandern, Stille genießen.

19
Jul
2005

Ganz von der Rolle

Göttinohgöttin, heilige Zicchorie, bei Don läuft gerade eine Biologismus-Debatte ab, wie ich sie seit heftigsten Sommeruni-Zeiten nicht mehr erlebt habe http://rebellmarkt.blogger.de/stories/303345/#303814. Ich persönlich glaube ja an den völligen Indeterminismus. Dass ich eine Frau bin, ist eine recht greifbare biologische Tatsache, dass ich heterosexuell bin, halte ich schon für eine Sache der Sozialisation, obwohl da hormonelle Anlagen noch eine Rolle spielen mögen, der Rest ist ganz sicher erlernt. Ich gebe gerne zu, dass es schon pränatale Wahrnehmungen geben mag, die ganz tief im Unbewussten sitzen. Wer mal unter dem Einfluss bewusstseinserweiternder Drogen eine Rebirthing-Sitzung gemacht hat, weiß, wie tief unbewusste Wahrnehmungen sitzen können - ohne dass die Gene verantwortlich sind.

12
Jul
2005

Britische Vernunft

The Guardian zu den Londoner Anschlägen:

Wir (müssen) absolut an all den Werten festhalten, die eine offene Gesellschaft so lebenswert machen, einschließlich Toleranz und Bürgerrechten.

Im Gegensatz zu den USA reagiert man in Großbritannien absolut unhysterisch. Fehlte auch noch, wenn ein paar durchgedrehte Turbanträger in der Lage sein sollten, die Aussetzung von Freiheitsrechten herbeizuführen. Für die Bush-Junta war Bin Laden ein nützlicher Idiot, aber dieses Spiel spielt in Europa erfreulicherweise wohl niemand.

6
Jul
2005

Ja, der Daniel

Die Drückerkolonne war gestern, Betrug mit falschen ITK-Geschäften ist heute, so will es das dct-geprägte Wahrnehmungsmuster. Hier allerdings zeigt einer, das man das beides wunderbar miteinander und auch noch mit gewöhnlichem Taschendiebstahl bzw. Straßenraub verbinden kann. Ich kann mir nicht helfen - einerseits ist das einfach ein klauender Streetboy, andererseits fallen mir einige vor ein paar Jahren noch als Trendsetter unserer Gesellschaft gefeierte Vorbilder ein.

http://www.hna.de/stadt_kassel_weitere/00Alles_begann_mit_Drueckerkolonne.html

2
Jul
2005

Stell Dir vor....

...es ist Wahltag, und alles wird schwarz. Wie ist das auszuhalten? Jeden Tag Angela Merkels nicht eben ästhetisches oder sympathisches Gesicht auf allen Titelseiten und Tagesthemen-Aufmacher-Spots selbstzufrieden grinsen zu sehen, bei gleichzeitig heruntergezogenen Mundwinkeln? Wie weit ist es zur tschechischen Grenze? Oder ziehe ich mich völlig in die Bloggosphäre zurück?

1
Jul
2005

An alle verhaltensgestörten Männer

oder solche, deren Hormonhaushalt schwerstdurcheinander ist: Ich habe keine Lust, hier andauernd eindeutige Angebote lesen zu müssen, und die werden postwendend gelöscht, wie schon geschehen. Okay, jetzt auch für die Zerebral Dekomprimierten zum Mitschreiben: Das "bitch" in meinem Namen ist Selbstironie, und wer die ersten drei Postings in meinem Blog gelesen hat, sollte eigentlich verstehen, wo es herkommt. Danke.

30
Jun
2005

IT will happen again

Mecklenburg-Vollpommern scheint ein glückliches Land zu sein. Zwar gibt es dort bekannterweise keine Arbeit, aber die IT boomt, ungebrochen seit 1998, die NE-Krise hat dort nie stattgefunden. So jedenfalls verlautbart es bei Heise, und langsam aber sicher bekomme ich das Gefühl, eine neue Hypephase oder zumindest ein Konjunkturanstieg in der IT-Branche wird herbeigeredet.

http://www.heise.de/newsticker/result.xhtml?url=/newsticker/meldung/60623&words=Arena

29
Jun
2005

Attraktivität

Bei der Frau Modeste tobt gerade die Debatte über das Wie und warum des Einander attraktiv findens http://modeste.twoday.net/stories/802149/#comments, und ich stelle mal wieder fest, wie unterschiedlich die Menschenkinder so sind. Einen reifen Juristen, der Geige spielt, finde ich zum Beispiel völlig uninteressant, einen Buchhändler oder Mediendesigner, der E-Gitarre oder -Bass spielt würde ich, wenn der optisch auch was hermacht, wohl schon recht begehrenswert finden. Dicke Männer mit Angeberautos wie Porsche oder S-Klasse sind peinlich - aber sportlich-gutaussehende Männer im offenen Cabrio ein ganz anderer Schnack. Ein Auto sollte das Wesen, den Charakter eines Mannes hervorheben und betonen, nicht etwas nicht Vorhandenes kompensieren. Und gegen einen ansprechenden Radfahrer ganz ohne Motorfahrzeug habe ich auch nichts einzuwenden, mir geht es nicht um Geld oder Status, sondern ein ästhetisches Gesamtensemble.

22
Jun
2005

Krankenakte goes New Economy

Da wollte doch jemand ernsthaft so eine Art OpenBC für Patientendaten aufmachen http://www.cepco.de/,
ist dabei gescheitert, und kaum wird diese Tatsache veröffentlicht http://rebellmarkt.blogger.de/stories/292465/#comments, findet sich ein Resteverwerter http://www.medicment.com/, der seine Dienstleistungen anbietet, allerdings in einem Blog, das sich zum Vermarkten eigener Services etwa so eignet wie ein Igel zum Arschabwischen. Ich persönlich hätte kein Vertrauen gegenüber einem solchen Service; nach großem Lauschangriff, der zunehmend restriktiveren Art, wie Krankenkassen, Berufsgenossenschaften und BfA versuchen, Leistungsansprüche abzuwehren, den Möglichkeiten moderner Datenspionage und der steigenden Bedeutung einer enggefassten Firmenethik als Kriterium der Mitarbeiterselektion (mit der negativen Seite einer Diskriminierung abweichender Verhaltensweisen) wäre mir unwohl, wenn ich wüsste, dass sich solche Daten online befinden, wenn auch passwortgeschützt. Vor allem aber: Wozu das Ganze? Will ich Risiken und Nebenwirkungen vermeiden, wende ich mich an Arzt oder Apotheker ;-)

18
Jun
2005

Ca ira

Die Nation des Citoyens hat es den Eurokraten und Gleichmachern gezeigt. Das "Non" der französischen Bevölkerung zum europäischen Verfassungsentwurf ist weit mehr oder besser gesagt etwas ganz Anderes als das trotzige Behaupten nationaler Besonderheiten und Ausdruck allgemeiner EU-Verdrossenheit. Gegen eine massive staatliche Propagandamaschinerie, der die Gewerkschaften und Attac (das in Frankreich etwas völlig Anderes ist als in Deutschland, wo das Netzwerk wie ein Verein zur Förderung der Tobin-Steuer und zusätzliche Koordinierungsstelle von Anti -HartzIV-Demos im Westen erscheint) ihre Sicht der Dinge erfolgreich und unermüdlich entgegenstellten, hat das französische Volk, also der Souverän, entschieden, dass es keine grenzenlose Deregulierung und kein von der EU verordnetes neoliberales System will. Robespierre sagte nach dem Todesurteil für Louis XVI, die Franzosen seien jetzt Franken. Damit war nicht die Herkunft von ihren historischen Vorfahren gemeint, sondern das, was dieses Wort ursprünglich einmal bedeutete: Freie Menschen. Auch im EU-Europa bleibt Frankreich das Land der Tat.

12
Jun
2005

bitch as bitch can

Durch dieses Messeerlebnis rückte noch etwas in meinen Gesichtskreis, zu dem ich bis dahin zwangsläufig keinen Zugang hatte: besagter Kollege von der Partnerfirma berichtete, wie die Messegirls von Freenet Werbung betreiben würden. Sie trugen lange, aber oben relativ knapp geschnittene Einheitskleider aus billigem Kittelmaterial in dem grellen Freenet-Grün und langschäftige schwarze Stiefel und rannten rund um den Freenet-Stand herum, um ihre Giveaways zu verteilen. Das waren kleine Plastikdöschen, die Peppermint-Drops und die Freenet-Zugangssoftware enthielten. Die Döschen hingen an einem langen, dünnen Nylonband, und wenn die Messegirls, die übrigens von einer Castingagentur nach Busengröße und Beinlänge ausgesucht wurden, männlichen Messebesuchern die Dinger um den Hals hängten, bewegten sie sich dabei so, dass sie ihnen in den Ausschnitt sehen MUSSTEN. Na ja, dagegen hatten wohl die wenigsten Kerls etwas, insofern hält sich mein Mitgefühl in Grenzen;-)

Wirklich ärgern konnten ich mich über das Tussentum bei anderer Gelegenheit. Ich hatte geraume Zeit später einmal ein Verhältnis mit einem Vorgesetzten. Nein, ich wollte mich nicht hochschlafen, nein, es war auch keine große Liebe, es passierte einfach so und hatte keine großen Folgen. Eigentlich. Aber was an Gequatsche losging, war die Hölle. Die Männer gingen noch, die erzählten vielleict feixend Dinge über meine Qualitäten im Bett, die sie überhaupt nicht beurteilen konnten und nie beurteilen können werden, aber ehrlich gesagt, unter Männern den Ruf zu haben, eine Schlampe zu sein, ist bei der simpel strukturierten Psyche deutscher Durchschnittsmänner ja immer auch mit einem gewissen Ruhm verbunden.

Nein, übel waren die WEIBER. Gerade jene Augenaufschlagstussis mit Schmollmund und Schlafzimmerblick, die Kundenpflege ausschließlich über ihr Sexappeal betrieben, zerrissen sich furchtbar das Maul darüber, was ich für eine abgefeimte Schlampe sei und wie ich mich gezielt hochvögeln würde. Schließlich machte ich tatsächlich von meinem Einfluss auf meinen damaligen Lover Gebrauch und brachte ihn dazu, die schlimmste Schranze ins hintere Kannitverstan zu versetzen;-)

Später stieß ich dann bei Dotcomtod auf einen Gattungsbegriff für diese Art Frauen: Anjas und Tanjas. Das erleichterte die Sache, sie waren jetzt klar kategorisiert.

11
Jun
2005

Das Schlampentum

Es ist ein paar Jahre her. Da kam dieser Kollege von der Partnerfirma an unseren Messestand. Er war etwa zehn Jahre älter als ich, also Anfang vierzig, mittelgroß, schlank, breitschultrig, gutausehend. Er verstand es auch, sich geschmackvoll zu kleiden, anders als diese Yuppieaffen in der NE, die sich zwar über Gebühr teuer anziehen, aber trotzdem mein Auge "aua" schreien lassen. Er trug ein dunkles Jackett eines französischen Edelcouturiers über einem schwarzen Baumwollpullover, dunkle Canvashosen von Land´s End, schwarze Budapester, Schweizer Uhr. Alles an ihm wirkte gediegen, öhne schnöselig zu sein. Also, er kam lässig an meinen Demopoint geschlendert und fing einen Smalltalk mit mir an. Wieviele Kunden sich für unsere Produkte interessieren würden, wie ich mit dem Chef auskäme, ob ich den und den von HP schon gesprochen habe und so weiter. Es war ihm anzumerken, dass es ihm nicht um das ging, was er sagte, und er kam schnell zum Wesentlichen: Ob ich Lust hätte, heute abend mit ihm auf diese Afterworkparty zu gehen. Dabei lächelte er charmant, und der gegen den Gauloises-Geruch genommene Kaugummi wanderte hinten im Mund von einer auf die andere Seite.
"Was soll ich da?" fragte ich zurück und lächelte mit sehr viel Zähnen. "Weißt Du, die meisten Leuten melden sich als Standbesatzung ja nur wegen der Messeparties," erklärte er, "da geht immer unheimlich viel ab. Das ist so ähnlich wie mit Ski und aprés ski." "Ah, so, nach den Feten wird gefickt, und Du willst mich abschleppen?" fragte ich mit breitem Grinsen zurück. Nachdem er sein Kinn vom Fußboden aufgehoben und die rote Gesichtsfarbe schrittweise abgepumpt hatte, meinte er, so offen habe er das aus dem Mund einer Frau noch nie gehört, selbst eine Frau mit ernsthaften Absichten würde diese niemals direkt verbalisieren. "bin ich jetzt eine Verbalschlampe?" fragte ich, um meinen unschuldigsten Gesichtsausdruck bemüht, zurück. ER lachte und meinte dann: "Schau Dir mal all diese Messegirls an, auch Deine jüngeren Kolleginnen. Die flirten ständig mit Kunden, nicht, weil sie mit denen etwas anfangen würden, sondern um des Jobs willen. Lächeln in der Stimme, gurren, Augenklimpern, zufällig im Kundengesprächen das Top verrutschen lassen und die Schulter entblößen, oder gar einen BH-Träger zum Rutschen bringen, alles reine Vertriebsstrategie. Sex sells. Und auf den Parties geht das weiter, wenn das nicht die Standparty des eigenen Teams ist, lassen die sich von wichtigen Kunden etliche Caipis ausgeben, graben die ordentlich an, und am Ende läuft nichts. Business as usual. Das sind für mich Schlampen. Du hingegen hast Deine Reize, setzt sie aber nicht instrumentell ein. Du verkaufst ein Produkt, aber nicht Dich mit. Du verbalisierst Sex und durchkreuzt damit das ganze Sex-sells-Spiel. Du magst abgebrüht sein, aber keine Schlampe. Was das Abschleppen angeht: Sex nach zehn Stunden Messestand wäre mir viel zu anstrengend."

Wir hatten einen köstlichen Abend und beobachteten nach dem Motto "Expeditionen ins Tierreich" das yuppe Publikum und sein Balzverhalten.
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