Wenn sich Erotisches und Ästhetisches auf eine solche Weise paaren, fühle auch ich mich berufen, einige Sätze zu formulieren. Aus den 80er Jahren sind mir noch die EG-Butterberge bekannt. Als Material für eine Skulptur scheint mir Butter allerdings ungewöhnlich. Vorab weise ich darauf hin, daß das in der Bildenden Kunst verwendete Material seitens der Theorie, Kritik und Interpretation häufig vernachlässigt wurde. Hier hat Monika Wagner mit ihrem Buch "Das Material der Kunst. Eine andere Geschichte der Moderne" eine wegweisende Studie verfaßt.
Die die eher konventionelle, realistische Form, welche durch das Herauswachsen des Körpers aus dem Stein, nein, aus der Butter teils an Rodin gemahnt, in der Schlankheit aber auch den Jugendstil evoziert, hebt sich durch das avancierte Material der Butter sicherlich auf, so daß ein Platz auf der nächsten documenta drin sein könnte. Leider jedoch kuratiere ich nicht, sonst nähme ich mit dem Künstler, der dies schuf, Kontakt auf.
Daß Butter sowohl ein Moment der Flüchtigkeit – zumindest bei höheren Temperaturen – als auch das des Kulinarischen umfaßt, gestaltet die Angelegenheit ästhetisch interessant. Butter ist bekanntlich der beste Koch. Zugleich gibt Butter ein heikles, weil verderbliches und leicht verformbares Material ab, so daß es spannend werden dürfte, was für Effekte sich einstellen, wenn die Skulptur längere Zeit einem bei etwa 20 Grad temperierte Ausstellungsraum ausgesetzt ist. Insofern gerät Raumkunst hier in gewissem Sinne auch zur Zeitkunst.
Kunsttheoretisch ließe sich von meiner Seite sicherlich noch viel mehr schreiben, wenn ich auch die vordere Seite der Skultur und mögliche Arbeitsvarianten sehen könnte. Redensartlich sagt man ja auch „Butter bei die Fische“.
Ästhetisch-erotische Fragmente
Die die eher konventionelle, realistische Form, welche durch das Herauswachsen des Körpers aus dem Stein, nein, aus der Butter teils an Rodin gemahnt, in der Schlankheit aber auch den Jugendstil evoziert, hebt sich durch das avancierte Material der Butter sicherlich auf, so daß ein Platz auf der nächsten documenta drin sein könnte. Leider jedoch kuratiere ich nicht, sonst nähme ich mit dem Künstler, der dies schuf, Kontakt auf.
Daß Butter sowohl ein Moment der Flüchtigkeit – zumindest bei höheren Temperaturen – als auch das des Kulinarischen umfaßt, gestaltet die Angelegenheit ästhetisch interessant. Butter ist bekanntlich der beste Koch. Zugleich gibt Butter ein heikles, weil verderbliches und leicht verformbares Material ab, so daß es spannend werden dürfte, was für Effekte sich einstellen, wenn die Skulptur längere Zeit einem bei etwa 20 Grad temperierte Ausstellungsraum ausgesetzt ist. Insofern gerät Raumkunst hier in gewissem Sinne auch zur Zeitkunst.
Kunsttheoretisch ließe sich von meiner Seite sicherlich noch viel mehr schreiben, wenn ich auch die vordere Seite der Skultur und mögliche Arbeitsvarianten sehen könnte. Redensartlich sagt man ja auch „Butter bei die Fische“.