4
Sep
2010

Und gleich noch eins drauf!

http://autsch.de/42914/das_waschmittel_fuer_frauen/

Ich bin nichts als eine Methode

"Die Methode Frau" titelt die "Zeit" und meint damit die Strategien, mit denen sich Frauen in der Arbeitswelt durchsetzen und die Veränderungen in dieser Arbeitswelt, die sich durch die Präsenz von Frauen in Jobs, die früher Männerdomänen waren ergeben.

http://www.zeit.de/2010/36/C-Arbeitswelt

Nicht unspannend zu lesen, aber "die Arbeitswelt wird weiblicher" hat leider Begrifflichkeiten zur Voraussetzung, die schlicht biologistisch sind. Als Ende der Achtziger von Angloamerikanien aus die Gender-Debatte ihre Verbreitung nahm ging es um Dekonstruktion; Gender meinte eben nicht das biologische Geschlecht, sondern ein Bündel von Verhaltensweisen, die insgesamt als progressiv, regressiv oder reaktionär angesehen werden. In diesem Sinne gibt es in der Gender-Perspektive keinen Macho, sondern nur jemanden, der sich egozentrisch, narzisstisch, ellbogeneinsetzend und unreflektiert verhält. Sind zwar überwiegend Männer, die sich so verhalten, es wird aber auch nicht schöner, wenn Frauen das tun. Verhaltensweisen gerade nicht an ein biologisches Geschlecht zu knüpfen soll es ermöglichen, Rollenstereotypen zu überwinden. In diesem Sinne würde die Arbeitswelt nicht weiblicher, sondern egalitärer, weniger hierarchisch, empathischer, und dazu tragen Frauen erheblich bei. Per se "weiblich" sind diese Dinge aber nicht. Mit den besten Absichten transportiert die "Zeit" hier einen unhinterfragten Sexismus. Es ist ja gang und gäbe, Verhaltensweisen als "männlich" und "weiblich" zu definieren. Was ist aber, wenn das Gleiche jetzt auf Ethnien oder Herkunftsmilieus übertragen würde, sagen wir mal, wir nennen die maximale Wahrnehmung aller Vorteile, die sich aus dem Sozialstaat ergeben "Die Migrantenmethode"? Ganz recht, das wäre noch viel schlimmer als Sarrazin, das wäre blanker Rassismus. Mit angeblich geschlechtsrollenspezifischen Verhaltensweisen machen wir das alltäglich, und niemand scheint etwas daran schlimm zu finden. Wobei ich mir das Thema Sozialstaatsabschöpfung auch mal unter einem ganz anderen Aspekt anschauen möchte.


Ein Buch, das in den Neunzigern in Doitschland lange Zeit die Bestsellerlisten anführte war "1000 ganz legale Steuertipps" von Konz oder Klontz oder so. Wer bis hin an die Grenze zur Steuerhinterziehung das deutsche Steuersystem für sich ausnutzt, Gesetzeslücken und Grauzonen nutzt usw. gilt als gerissener Fuchs, wer das nicht tut, sondern genau so viel Steuern zahlt, wie das Finanzamt von ihr verlangt und das selber in Ordnung findet als eher weich in der Birne. Warum gibt es keinen Bestseller, der erklärt, wie mensch die Bestimmungen des Sozialgesetzbuch 3 optimal für sich nutzt und auch mit Hartz4 noch halbwegs gut fährt, eine Scheinehe mit einer kinderreichen Person verschafft da ja Vorteile etc.? Analog dem Steueroptimierer müsste mensch doch angesichts solcher Schläue anerkennend durch die Zähne pfeifen und sagen "Jau, da ist jemand aber gerissen!" Das passiert nicht, weil der Blick der Massen da bereits völlig vernebelt ist. Niemand gönnt es den Armen, wenn diese Vorteile für sich zu nutzen verstehen, dann sind sie nicht nur arm, sondern böse. Sind sie aber noch dazu keine Doitschen, dann sind sie nochmal eine Ecke böser; der muselmanische oder schwarze oder gelbe Hartz4-Trickser ist dann noch einmal eine Ecke böser. Ich nenne diese Form von falschem Bewusstsein, das bei 90% der Bevölkerung ausgeprägt sein dürfte strukturellen Antisemitismus. Und der ist der Grund, weswegen es bei den Armen in diesem Lande zu keiner sozialen Erhebung kommt.

29
Aug
2010

Circus Sarrazyni - das Medley

Ein kleines Potpourri der schrillsten Äußerungen. Das könnte auch auf PI stehen, nur drückt man sich da anders aus.

Es gibt über mehr als 1000 Jahre ein kulturelles Kontinuum der Entwicklung aus dem westfränkischen Reich in das heutige Frankreich und aus dem ostfränkischen Reich in das heutige Deutschland. Die kulturelle Eigenart der Völker ist keine Legende, sondern bestimmt die Wirklichkeit Europas. Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen, Basken haben bestimmte Gene, die sie von anderen unterscheiden. Ich wäre ja Nobelpreis-verdächtig, wenn ich in dieser Debatte einen wirklich neuen Beitrag geleistet hätte. Mein Text ist sachlich...

Die Frage muss zunächst lauten: Warum gibt es in fast jedem europäischen Land eine wachsende muslimische Minderheit, die wesentlich größere Integrationsprobleme hat als andere Minderheiten? Und dann ist die Frage, warum es in keinem Land auf dieses sich seit 30 Jahren abzeichnenden Problem eine zukunftsweisende Antwort gibt. Erst die dritte Frage sind die sich daraus ergebenden politischen Bewegungen.


Schon der Begriff „Volk“ ist heute vielen peinlich, und dass über dem Eingang zum Reichstag „Dem Deutschen Volke“ steht, empfinden manche als ärgerlich. Ich empfinde solch eine Einschätzung als unhistorisch und teile sie nicht.


Das heißt, die islamische Welt ist zu großen Teilen in sich abgeschlossen. Diese Abgeschlossenheit des Islam macht vielen Angst, weil sie die kulturelle und philosophische Grundlage dieser Länder ist und gleichzeitig die Quelle der islamistischen Aggression. Sie führt auch dazu, dass diese Staaten ökonomisch zurückgeblieben sind.


Offenbar enthält der kulturell-religiöse Hintergrund des Islam Elemente, die für viele muslimische Migranten den Integrationserfolg auch der nachfolgenden Generationen europaweit behindern. Das unterscheidet sie von allen anderen Migrantengruppen in Deutschland. Da sich diese Leute aber schneller vermehren, gibt es mit der Zeit ein Übergewicht dieser Gruppe. Die Dummen werden mehr. Die Wissenschaft ist sich einig darin, dass die gemessene Intelligenz zu 50 bis 80 Prozent erblich ist.

17
Aug
2010

Eine abschließende Bemerkung

Argghhh!!!!

So, das musste mal gesagt werden;-)

15
Aug
2010

OH Manolito, lass uns reiten!

Bei dem Anblick kann ich aber wirklich schwach werden.

*seufz*



Manolito

12
Aug
2010

Alles in Butter!

Zur Mutterschaft werde ich es wohl nicht mehr bringen, die Futterschaft für den Nachwuchs fällt damit auch aus, aber die Butterschaft steht: Mein eigener Körper als Plastik in Butter! Sollte ich damit zur Documenta gehen?


butterplastik

8
Aug
2010

Eine kleine Kommentarcollage

Vorbemerkung: Ich will hiermit niemandem zu nahe treten und niemanden verletzen. Was ich hier treibe ist höheres Dada von einer Art akademischen Teilzeit - Lady Gaga und will auch so verstanden werden.


"Warum fällt mir nur schon wieder Stalin dazu ein?

Dem Mitdiskutanten sofort alles Mögliche zu unterstellen, ist eigentlich absurd genug, dass es auch dir auffallen würde, könntest du nur durchgehend klar denken. Ich nehme dir beispielsweise nicht übel, dass du mich Stalinist ect. nennst. Aber dass ich dich da Ernst nehme, verlangst du wahrscheinlich selbst nicht ernsthaft.
Ein kleines Beispiel ist dein erster Absatz hier.
Ja, und was das alles mit der Lebensrealität von Lesben zu tun hat, ist mir schon klar, dass du das nicht nachvollziehen kannst.

Analog wäre da aber eher Manninnen passend. Menschin geht gar nicht.
„Du bist A Rhesus negativ Südaustralien Körperbautyp athletisch“ ist schon etwas Anderes als „Kanake!“

Mädchen hinterhersehen tut man als deutscher Junge nicht. Schliesslich bist du kein italienischer Bauarbeiter.

Eier massieren war eher Mangelware.

Ich persönlich kenne niemanden in meinem Umfeld, der homophob ist.

Vielleicht hast du es nie erfahren, derartige Erfahrungen nie gemacht – ich war in Kreisen unterwegs, wo Schwulsein tatsächlich eine beachtliche Zeit lang als „schick“ bzw. als besonders korrekt galt, wo Leute stolz darauf waren, einen Schwulen gut zu kennen. Ich hielt und halte Schwulsein hingegen für völlig normal – ohne es selbst zu sein, genauso, wie ich Heterofrauen, Bifrauen oder Lesben auch für normal halte. Ich finde es etwas absurd, aus der sexuellen Orientierung, gleich wie diese ausfällt, irgend etwas superiores oder „schickes“ zu machen. ……
In bestimmten Subszenen wuchs sich das zusammen mit einem aggressiven und männderfeindlichen Feminismus zu etwas aus, wo heterosexuelle Männer als geradezu minderwertig und biologisch defekt angesehen wurden – und Schwule als eben – ich habe kein besseres Wort – als schick.


Und die ….. Vorstellung, dass ich dummdreist, homophob und heteronormativ sei, die ist wirklich lustig. Ich habe mich ernsthaft amüsiert.


Das Schweigen im Walde stimmt zu."



Was das ist? Eine durchaus hochernste politische Diskussion, bzw. ein Mitschnitt aus mehreren. Wer mehr erfahren will, lese Metalust&Subdiskurse reloaded.

2
Aug
2010

Midnight Action

Auf dem Balkon sitzend und meinen Gute-Nacht-Wein trinkend bekomme ich mit, wie meine Nachbarin immer schneller werdend und aus immer tieferen Tiefen stöhnt, dazu sind Prassel- und Klatschgeräusche zu hören, die ich auch gut kenne und auf schmerzhafte, aber sowas von gute Lusterlebnisse hinweisen. Das gönne ich ihr sehr. Einen schönen Abend, allesamt! Heute bin ich mal neidisch.

1
Aug
2010

Tief im Realitätstunnel

Die Debatte drüben bei Momo ist ja spannend, insbesondere die Unbefangenheit des Katzenbloggers, der die Merkwürdigkeiten rechtsliberalen Bloggertums zum ersten Mal mitbekommt und die scharfsinnige Erläuterung Ches, wie die drauf sind. Mehr davon!

http://metalust.wordpress.com/2010/07/27/jurgen-habermas-uber-die-menschenwurde-und-menschenrechte/#comment-7503

27
Jul
2010

Pogromstimmung oder doch nur Sommerloch?

Wenn ich so etwas hier lese drängt sich mal wieder der Eindruck auf, der losgelassene deutsche Mainstream, der Stammtisch, der Richtung Siedepunkt wütet und schreit hätte sein Sprachrohr gefunden, das sich hierdurch besonders gut dafür eignet dass es nicht mehr lebt. Hat die Frau Heisig dann mit Theo van Gogh gemeinsam, der, obschon eigentlich originärer Nazi, ja auch von den sich so nennenden "Libertären" ebenso vereinnahmt wie gekultet wurde. Unter der Behauptung, eine von einem medialen Übergewicht linker Gutmenschen unterdrückte Meinung zu äußern formulieren dann halt Menschen, die sich selbst zu einer liberalen Meinungsavandgarde zählen so eine Art Grobfassung dessen, was der bierselige rotgesichtige deutsche Piefke immer schon so sah.

http://www.antibuerokratieteam.net/2010/07/25/die-heisigsche-unschaerferelation/



Bislang ist das wohl allerdings keine Sau, die durch Kleinbloggersdorf getrieben wird. Wesentlich sympathischer finde ich dann auch die Tatsache, dass gleich nebenan das Sommerloch selber zum Thema gemacht wird


http://www.bissige-liberale.net/2010/07/23/sommerloch-2010/#comments


richtig brilliant allerdings Momorules´Beitrag zu "Deutschenkriminalität"


http://metalust.wordpress.com/2010/07/27/deutschenkriminalitat/

22
Jul
2010

26
Jun
2010

Der Mösenverpasser

Heute Nacht bin ich mal wirklich arg gemein. Mein alter Freund Che hat einen neuen Ausdruck geprägt: "Mösenverpasser". Er hat sich selbst dafür hervorragend qualifiziert, http://che2001.blogger.de/stories/1654828/#1655040,

und das ist er auch. Ein lieber, netter, attraktiver, hochintellektueller Mann, der dummerweise meistens nicht merkt, WANN eine Frau ihn attraktiv findet und wann nicht.Und der auch so richtig Scheisse sein kann, wenn er es nicht merkt. Mit dem habe ich ja echt Spaß gehabt, da wäre viel mehr drin gewesen, wenn nicht zwischendurch andere Dinge passiert wären. Das Problem - vgl. hier genannte Erlebnisse - kenne ich von anderen Tüpen auch. Und da stellt sich mir dann die Frage, wie erotische Signale eigentlich funktionieren. Blicke, Worte, Flirtsituationen scheinen sehr vielfältig interpretierbar zu sein, und die Eindeutigkeit von "Ich würde gerne mit Dir vögeln" ist leider wohl in keinem Standardgespräch formulierbar. Warum eigentlich nicht?

20
Jun
2010

Ohne Schonung

Über den Flurfunk bekam ich mal wieder mit, was über mich so geflüstert wird - nein, nicht eigentlich geflüstert, sondern in meiner Abwesenheit getratscht. "Die S., die geht doch in Swingerclubs, praktiziert SM, und dabei ist sie eine Führungskraft und sollte Vorbild sein!" "Die ist doch wirklich schön, DAS hätte sie nicht nötig!" "Wieso ist die überhaupt mit einer verkrachten Existenz liiert, die könnte doch einen Chef haben!" "So mit an die 40 müsste die doch mal unter der Haube sein, irgendwas stimmt da nicht." "Na ja, das liegt wohl daran, dass sie auf perverse Sachen abfährt, so eine Frau nimmt niemand richtig ernst."

Abgesehen davon, dass ich noch nie einen Swingerclub von innen gesehen habe und nicht einmal weiß, ob und wo es in Kassel einen gibt und auch nur auf Haue für ihn&und mich als erweitertes Vorspiel, nicht aber auf SM in der ganzen damit zusammenhängenden Komplexität, die die Spießer sich nicht mal vorstellen können, aber nicht mein Ding ist stehe sehe ich meine Vorbildfunktion ja mal mehr darin, Menschen zu unspießigen Dingen und Erweiterungen des Erlebnishorizontes zu stimulieren, nicht als Normalisierungsinstanz. Mein Liebster ist ein wahrer Lebenskünstler, unser Flurprogrammierersekretärinnenlebenderanrufbeantworterbereich lebt scharweinlich gar nicht wirklich, sondern ist eher so eine Art Kafkauniversum. Und Chefchen nimmt mich sehr ernst, weil ich die bin, die ich bin, und die Lästerer sind z.T. meine Untergebenen. Die Haube, unter der ich nicht bin, ist die preußische Pickelhaube. Sollen sie Pickel kriegen, während ich mein Programm durchziehe. Niemand von denen dürfte so viel Spaß am Leben haben wie ich selber. Warum sollte ich das Lästerpack, das ich gut behandle, eigentlich weiter schonen? (Ein paar von denen lesen das)

8
Jun
2010

Ich mach mal wieder Eine auf Blogaggregat

Heißen Marines in einem Sturmboot eigentlich Passagiere?
Oder kann eine solche Frage überhaupt diskutiert werden, oder geht es ums kleine und große I?

http://teilnahmebedingungen.blogsport.de/2010/06/02/wenn-maertyrer-die-einzigen-argumente-sind/


Als verjudete Bolschewikin, die Samstag abends auch mal inner Disse rumnegert hätte ich wohl noch vor geraumer Zeit gegolten, jezze nich mehr, dass heisst jezze strukturelle Antisemitin.


http://metalust.wordpress.com/2010/06/06/viele-seiten-dessen-was-keine-medaille-ist/#comments

Ich würde ja eher sagen, dass ich eine gut durchstrukturierte Schulter-Rücken-Muskulatur habe, was vom Paddeln, ach nee, Kajaking und Rafting kommt, aber mich fragt ja keiner. Ganz wichtig ist ja, dass andere die Hoheit haben, zu erklären, wie die Dinge und vor allem die Leute sind, z.B. dieser hier

http://www.lizaswelt.net/2010/06/united-we-stand.html


oder der


http://spiritofentebbe.wordpress.com/

Hier hingegen wird zumindest kontrovers diskutiert

http://www.bissige-liberale.net/2010/05/31/wenn-man-keine-ahnung-hat/#more-4857


und hier sogar mit einer brillianten Faktendichte


http://che2001.blogger.de/stories/1643572/#comments,

hier werden Reaktionen der internationalen Politik dargelegt


http://www.medea.be/


und hier äußern sich Beteiligte.


http://ippnw.blogspot.com/


Ich habe noch keinen abschließenden Standpunkt eingenommen, nur so viel: Ich halte die ganze Angelegenheit für brandgefährlich, insbesondere, was eine dauerhafte Verschlechterung des Verhältnisses Israel-Türkei angeht.

4
Jun
2010

Das ganze Leben ist ein Quiz

Also, Kandidaten, ratet mal:


976 Schiiten beschießen mit Gewehren, Mörsern und Panzerfäusten 1221 Sunniten, die mit Maschinengewehren, leichten Kanonen und Panzerabwehrraketen zurückschießen, den Konflikt aber selber ausgelöst haben, und dann greifen auf Seiten der Schiiten 465 Kurden mit schweren Waffen ein. Wer gewinnt am Ende?
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Erlebnisse einer kritischen Hedonistin

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Zuletzt aktualisiert: 27. Jan, 12:51

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