17
Jun
2012

Schöne bunte Blogwelt Remixed

Schon strange, was es da alles zu lesen gibt. Kann mich für niemanden entscheiden, ist alles so schön bunt hier!


"Unschuldiger Rassismus" - Israel ein schwullesbischer Staat, umgeben von lauter Heterosexuellen - Mövenpick auf Gutmenschenart - Triggerwarnung über eine Triggerwarnung über eine Triggerwarnung -schwules Mädchen - der christlich fundamentalistische neoliberale A. Breivik lässt grüßen - da muss hän und sire sich erstmal zu verhalten - das Schweigen im Walde stimmt zu. Wo bleiben die, die echt verloren haben im wo-werde-ich-geboren-Lotto?

Trackback URL:
//netbitch1.twoday.net/stories/97060635/modTrackback

aus der Irrenanstalt ausgebüxt (Gast) - 18. Jun, 12:57

... und der geneigte Blogleser, weiß mal wieder überhaupt nicht, worum es geht. Ich vermute, es geht um das hier?

aus der Irrenanstalt ausgebüxt (Gast) - 18. Jun, 13:05

Nein, das hier meint das Blogfräulein wahrscheinlich.

Trotzdem ziemlich wirr: Was ist wo-werde-ich-geboren-Lotto? und andere Fragen stelle ich mir.

netbitch - 18. Jun, 14:05

Nein, ich meine noch ganz viele andere Sachen. Alle paar Wochen stelle ich die bizarrsten Äußerungen, die ich in der Bloggosphäre finde aus dem Zusammenhang gerissen als Blog-DJane zu einem eigenen Mix zusammen, so eine Art Seltsamkeiten-Medley. Die Originale finden sich auf allen möglichen Blogs. Im Einzelnen sind das alles höchst ernsthafte Angelegenheiten, ich finde zumindest nicht, dass es harmlosen Rassismus gäbe oder Breivik neoliberal wäre, aber in der Zusammenstellung hier ist es sinnfrei.
claire de lune (Gast) - 18. Jun, 14:25

Ah, netbitchs Kadda-momo-Clubmix!
claire de lune (Gast) - 18. Jun, 14:07

der erste Aufsatz ist wahrscheinlich gemeint. So richtig schlau werde ich aber auch nicht: Was ist hän und sire? schweigende Zustimmung im Wald? Triggerwarnung vor was? vor dem schwulen Mädchen, das vom ollen Breivik gegrüßt wird? vermutlich mit der Uzi? Das schwule Mädchen legt sich doch für das Recht ins Zeug, Kopftücher tragen zu dürfen. Dabei beschuldigt es auch Zionisten, obwohl es schwul ist, und Israel der schwullesbische Staat ist. Das alles ist Gutmenschentum der liberalen Art, der Mövenpick-Art. (... ??? ...)

netbitch - 18. Jun, 16:55

Guter Versuch. Ansonsten sind da noch ganz andere Blogs beteiligt, zum Bleistift das A-Team oder Cassandra.
che2001 - 18. Jun, 22:43

Claire, das ist dadaistische Kunst und keine Diskurskritik.
Bei "schweigende Zustimmung im Wald" liegt bei Dir übrigens rein semantisch ein Unterschleif vor. Nicht im Wald wird schweigend zugestimmt, sondern das Schweigen im Walde, mithin ein Subjekt, stimmt zu. Ein Schweigen kann aber gar nicht zustimmen, da es im Wesen des Schweigens liegt, sich nicht zu äußern. Epimenides, der Kreter sagte, dass alle Kreter Lügner seien. Welche Wahrheitsannahme speist sich also aus dieser Äußerung des Epimenides?
noergler - 19. Jun, 23:32

"Was ist hän und sire?" fragt Claire.

"Sire, geben Sie Gedankenfreiheit!"
istflut - 20. Jun, 11:14

wie in den schweigenden u. vor lauter Bäumen unsichtbaren Wald hineingerufen, so schallte es schweigend und zustimmend heraus ?

dün gübst hür nücht - so jedenfalls Quines Antwort auf die Frage, wie es sich mit dem Barbier von Bagdad verhält, der alle rasierte in Bagdad, die sich nicht selbst rasierten (rasierte er sich selbst) ?

netbitch - 20. Jun, 12:50

hän und sire sind geschlechtsneutrale Personalpronomen, die Bloggerin Zweisatz in die deutsche Sprache einzuführen gedenkt bzw.auf ihrem Blog verwendet. Hän steht im Finnischen für sie/er.
claire de lune (Gast) - 20. Jun, 16:40

Cool!

Jetzt kann niemand mehr daherkommen und Gendersprech nur deshalb ablehnen, weil man die -Innen, *innen, _innen, die (m/w), Binde- und Schrägstriche und Asteriske nicht aussprechen kann. Jetzt endlich kann man korrekt gegenderte Reden halten! Ich wünsche sim viel Erfolg, und daß sich sir Vorschlag zur Sprachverbesserung durchsetzen wird.

So ganz nebenbei werden sich auch viele falsche Rückbezüge auch nicht mehr so oft einschleichen.

Na, und wenn sich das nicht durchsetzen sollte, dann muß das deutsche Volk sich die deutsche Sprache abgewöhnen und zum Georgischen wechseln, weil es in dieser Sprache kein grammatisches Geschlecht gibt. Ob es im Finnischen grammatische Geschlechter gibt, weiß ich nicht. Wenn nicht, dann könnte man auch diese Sprache erlauben.
claire de lune (Gast) - 20. Jun, 17:10

Wie ich jetzt erst bemerke, ist zweisatz wieder mal nicht konsequent. In ihren Texten wimmelt es ja immer noch von Schrägstrichen und Asterisken. Schlage daher die Endung -icu vor. Es heißt in Zukunft also z.B. nicht mehr Benutzer*innen sondern Benutzicu.
noergler - 20. Jun, 13:14

Die Hänsirenen

Toll! Jetzt müssen wir nur noch die French Fries in "Freedom Fries" und die Sauce Hollandaise in "Holländische Tunke" umbenennen.
Da binde ich lieber eine Hänsirene an den Mast und verstopfe mir selber die Ohren mit Wachs.

Zweisatz (Gast) - 20. Jun, 17:36

@claire
Cool, die Endung gefällt mir. Werde die mal auf Tauglichkeit prüfen.
Sir/sim kann ich ja nicht an Stelle von Substantiven benutzen, daher die * und _ (die kann man aussprechen: man lässt an der Stelle eine Pause im Wort). Ich benutze sie aber nur mangels besserer Alternativen. Deshalb werde ich mal über deinen Vorschlag nachdenken.
noergler - 20. Jun, 21:57

Kaum, dass die Hänsirenen (C by Nörgler; nicht dass es wieder heißt, der Klüver hat's erfunden) ich rufe, sind sie auch schon da. Sie drängen zu meinem Maste hin.

"Sir/sim kann ich ja nicht an Stelle von Substantiven benutzen (...) Ich benutze sie aber nur mangels besserer Alternativen."

Wie wär's denn mal mit Deutsch?

La Lantzsch nämlich kann das: Da sirrt und simmt mal gerade garnichts, wenn es darum geht, im "Gendercamp" gegen Feministinnen, die ihre Kinder zu der Veranstaltung mitbrachten, die verbalen Massenvernichtungswaffen zu zünden, weil Kinder = bürgerl. Kleinfamilie = Lesbenabwertung.

Insoweit ist dein Sprachidealismus, Zweisatzschnuffel, nicht recht nachhaltig. Vor der Hand geht es denn doch bloß um Herrschaft, und wie die wieder geht, ist ein Studium der kurzen Geschichte der "Mädchenmannschaft" wert, deren nicht ganz unwesentlicher Teil die Vorgänge des Gendercamps waren.
Im Resultat haben hier wie dort die Larven und Lemuren deiner und der Lantzschi Provenienz zunächst gewonnen.
Blöd nur, dass der Nörgler das mitbekam.
claire de lune (Gast) - 21. Jun, 14:59

Komisch. Außerhalb des feministischen Diskurszirkels findet Lantzschi durchaus


ein wenig Verständnis. Natürlich nur ein ganz klein wenig. gaywest und der Evo-Christian sind geeignete Kandidaten für die zweite Folge von netbitchs Serie. Würde Lantzschi so herumgranteln wie Don Alphonso, anstatt mit so hochwissenschaftlichem Anspruch aufzutreten, vielleicht wäre das besser für sie. Warum eigentlich schießt sich die ganze Welt ausgerechnet auf sie ein und interessiert sich z.B. nicht für Helga Hansen, die überall an Lantzschis Statt Lantzschi verteidigt? In welcher Hinsicht unterscheidet sich denn Lantzschismus von ganz gewöhnlichem Genderismus?
Zweisatz (Gast) - 21. Jun, 15:18

Huh, Kommentar untergegangen?

@noergler Ich hatte nicht mit dir geredet, sondern mit claire de lune ("@clair", you know). Hab' nur an der falschen Stelle geantwortet.
Bersarin (Gast) - 20. Jun, 22:04

Nein, Nörlger, es sind diese drei Bagaluten wieder, die griechisch- dialektischen Unfug treiben: Hän, Kay und Pan.

(PS: In Netbitchs Blog finde ich die schönsten CAPTCHA-Codes. Das ist hier schon fast wie bei den Tarot-Karten. War es irgenwann mal wet, was mich sofort an Lovely Linda und ihre Attibute denken ließ, so heißt es heute "Roman", was mir in der Kette der Assoziationen doch bedeutet: Du mußt schreiben, darfst nicht lieben. Sollst Dich von Linda und ihren ausgeprägten Attributen loseisen. So sei es. Sire eleison)

netbitch - 20. Jun, 23:41

Nörgler, fairerweise wäre ja mal zwischen den Personen Nadine und Zweisatz zu unterscheiden. Das Dissen von Hetera-Frauen, die Kinder zum Gendercamp mitnehmen mit Starkdeutsch wie "Kackscheiße" (übrigens schlecht gemachte Gelegenheitstautologie, so wie Weißer Schimmel, Großer Riese, weibliche Frau, dummer Blödi, brutaler Gewaltmensch, haariger Affe, dünne Schlange, gefährliche Atomrakete) als angebliche Lesbendiffamierung zu betreiben ist etwas komplett Anderes, als das Bestreben, eine neutrale Sprachregelung einführen zu wollen. Ich fühle mich ja bei den Debatten rund um die Mädchenmannschaft (Wieso eigentlich MANN-schaft und nicht Crew oder Team?) ja an die Debatten in alten FLZ-Zeiten (Frauen-Lesben-Zentrum, ist jetzt 20 Jahre her) zurückerinnert, teilweise aber auch nicht. Damals war das alles noch an eine konkrete Kapitalismus- und Staatskritik gekoppelt, im Sinne von antipatriarchaler Kampf als radikalisierte Fortführung des Kampfes gegen "das System". Dieser Fluchtpunkt fehlt mir in dem, was ich bisher gelesen habe. Eigentlich wollte ich nur Merkwürdigkeiten in Formulierungen aufspießen und daraus eine witzige Collage bauen. Aber bitte: Debatte eröffnet.
Bersarin (Gast) - 21. Jun, 07:01

Um die Kritik zunächst auf der Ebene der Sprache zu belassen: Wo es irgend geht, versuche ich beim Schreiben von Substantiven die weibliche wie auch die männliche Form zu berücksichtigen, solange das nicht eine zu umständliche Satzkonstruktion ergibt, die aus Verständnisgründen zweimal gelesen werden müßte. Dann wird ein Text nämlich, sobald das mehrmals hintereinander passiert, meist gar nicht mehr gelesen, sondern er wird beiseite gelegt, oder Leserin und Leser wechseln die Internetseite.

Da Sprache und Sache/Gegenstand jedoch in einer Beziehung stehen und (die Form der) Sprache einer Sache eben nicht äußerlich bleibt, vermeide ich es, in Dadaismen abzugleiten oder Neologismen zu gebrauchen, wo ein finno-ugrisches Wörterbuch erforderlich ist. Neologismen passen nur da, wo sie sich aus dem Kontext erschließen. Aus diesem Blick auf Sprache heraus und bei dem Versuch, nicht allzu sinnlos zu plappern sowie einer gewissen Form nicht zu entraten, verwende ich ebenfalls den Begriff „PoC“ nicht. Diese Abbreviatur stellt ein ziemliches Unglück in der Sprache dar, dieser Ausdruck ist eine verdinglichte Kennzeichnung. Um die Probleme von Kennzeichnungen, die zugleich mit Einschluß sowie Ausschluß verbunden sind, weiß (wie passend) ich wohl.

Sprache hängt mit Gewalt zusammen. Die Gewalt der Sprache ist aber nur in der Sprache und mit ihr zu beenden. Und in einer gewaltvollen Gesellschaft samt ihrer gewalttätigen, zurichtenden Organisations- und Wirtschaftsform, wäre es absurd, eine heile und unversehrte Sprache anzunehmen. Es gibt kein draußen. Das bedeutet keinen Freibrief dafür, eine diskriminierende Sprache zu verwenden. Den Begriff PoC halte ich jedoch für fragwürdig, zumal er auch in der Binnendiskussion wohl eher umstritten ist. Ich verwende weiter die Adjektive schwarz oder farbig, insofern es aus bestimmten Gründen nötig ist, eine Kennzeichnung vorzunehmen. Wenn sich – irgendwie, irgendwo, irgendwann – bessere Begrifflichkeiten finden: um so besser.

Andererseits ist dieser Streit um eine korrekte Sprache zugleich absurd, sobald es ans Eingemachte, an die Strukturen, an die Gesellschaftsverhältnisse geht. Die Verkäuferinnen bei Lidl oder ehemals Schlecker – diese schulen jetzt wahrscheinlich nach dem Vorschlag einer Ministerin auf Kindergärtnerinnen um oder lernen Akkordeonspielen – interessieren diese Fragen eher wenig denn viel. Vor allem beim Blick auf ihren Arbeitsplatz (sofern noch vorhanden) oder den Lohnzettel nicht. Ob die männliche Verkaufskraft wohl ebenso„viel“ verdient? Insofern ist diese Diskussion um die korrekte Sprache zugleich eine, die sehr mit dem akademischen (bürgerlichen) Milieu zu tun hat, in dem auch ich eine Teil meines Lebens verbrachte – wenngleich in einer gewissen Distanz.

Allerdings hängen Sprache und Gesellschaft zusammen. Keiner wußte das besser als Karl Kraus, Walter Benjamin oder Adorno. Zu fragen bleibt, weshalb ich hier nur Männer nenne.

Die Causa Lantzsch sowie den Lantzschismus spare ich auf. Nörgler schrieb dazu bereits und auch Don Alphonso.

steppenhund - 28. Jun, 08:32

Ich bin ein Fan von Rassismus. Es gibt ihn in vielerlei Formen. "Bist a Tiroler, bist a Mensch" ist eine absolut rassistische Aussage, die aber allgemein wohlwollend belächelt wird.
Ich drücke mich gerne rassistisch aus. Mit der Überzeichnung kann die Unlogik eines bestimmten Rassismus besonders leicht karrikiert werden. "Die Championsleague haben die Nigger entschieden." (Ich verwende nicht Schwarze oder Neger, weil Nigger hier noch gemeiner klingt und noch unsinniger erscheint.) "Bei Bayern München hat ein Nigger (Alaba) GEFEHLT, bei Chelsea hat ein Nigger (Drogba) die Entscheidung herbeigeführt."
Der eigentliche Rassismus, der nicht einmal so gemeint war: "How are you?" Begrüßung eines Politikers an David Alaba. Der antwortet: "Ich bin Österreicher, Sie können ruhig deutsch sprechen."
Bei William Gibson (z.B. Neuromancer) gibt es nur mehr eine Mischrasse. Dann wird der Rassismus sich auf Religion oder Bildungsklassen beschränken.
Aber einen "unschuldigen Rassismus" wird es wohl nie geben, solange es noch zwei verschiedene Geschlechter gibt. Denn Frauen sind eindeutig eine andere Rasse. Und manche sind ja auch ausgesprochen rassig;)

netbitch - 18. Jul, 23:02

Okay, dann mache ich mal die Erklärbärin, möchte aber betonen, dass die Collage mit den Gesamtzusammenhängen nichts zu tun hat, sondern nur humoristischls eine Art Puzzle oder auch Flickenteppich mit Unterhaltungswert und Ablachfaktor, ohne nun über die zugrundeliegende Basis spotten zu wollen.

Als unschuldigen Rassismus bezeichnete eine gewisse Sarah Kuttner ihre Kinderpuppe, die in rassistischen Stereotypen gezeichnet ein schwarzes Mädchen darstellte. Rassismus kann aber ganz und gar nicht unschuldig sein, die Wortkonstruktion ist schon unsinnig.


Israel ein schwullesbischer Staat, umgeben von lauter Heterosexuellen tauchte in etwa so bei einem von mir sehr geschätzten, mich nicht mehr schätzenden Blogger auf, der einerseits die Zusammenhänge zwischen Rassismus, Neoliberalismus, Homophobie, Heterosexismus und Antisemitismus immer wieder in bewundernswerter Klarheit aufarbeitet, andererseits aber zwischen Freund und Feind, Humor und Ernst oder Subjektivität und Distanz wenig differenziert.

Mövenpick auf Gutmenschenart ist eine ziemlich idiotische Formulierung auf einem neoliberalen Blog, die sich gegen soziale Gerechtigkeit wendet.

Triggerwarnungen sind Warnungen vor Formulierungen, die z.B. Vergewaltigungsopfer oder psychisch Traumatisierte in Angstzustände und Wiedererlebnisse ihrer Gewalterfahrungen versetzen können, in letzter Zeit aber in der Blogosphäre völlig inflationär gehandhabt werden.

Das schwule Mädchen ist einer der vielen Masken eines maskulinistischen Kommentatortrolls, der auch als Jan unterwegs ist und mitmaßlich mit Claire de la Lune, El Mocho und Willy identisch sein dürfte.


Der Rest dürfte sich aus dem vorhandenen Thread ergeben.
clair(e) de lune (Gast) - 23. Jul, 19:18

Netbitch; gibt es noch einmal eine Fortsetzung?

Lantzschismus gibt es ja jetzt auch mit vollem Ernst und theoretisch gegründet. Theoretisch gegründet deshalb, weil wieder ein Fachbegriff auftaucht, den ich nicht kenne: RZB. Was ist das?

Da:

//ausschlussfeminismus.blogsport.de/2012/06/26/das-problem-mit-der-paarnormativitaet/

Der Autor davon nennt sich so ähnlich wie dieser verrückte französische Philosoph. Don Alphonso hat mich auf diese Site aufmerksam gemacht. Er erfindet auch andauernd lustige Begriffe: Der neueste ist: "Lampenpolizei".

Daraus müßte man eine Fortsetzung machen können.
netbitch - 24. Jul, 00:52

Kurzantwort: Ficken könnte helfen.
Langantwort kommt später.

Ansonsten ist das jetzt wirklich mal ein Thema für die Autismuskritik. Vielleicht sollte ich mal anfangen, mich unterdrückt zu fühlen durch Leute, die nicht auf das maximale Ausprobieren der eigenen sexuellen Möglichkeiten stehen, weil sie mir den Spaß schmälern könnten. Konjunktive reichen ja wohl für Unterdrückungsverhältnisse schon aus.

Und darüber hinaus Spaß dabei: //www.youtube.com/watch?v=6YvB0uR4ICI&feature=related
netbitch - 25. Jul, 00:22

Die Langantwort

Ich bin ja nun selber Slutwalkerin, und das Problem, dass nullrollenbewusste Männer das Thema so konsumieren, dass sie sich bei Slutwalks einfach an nackten Frauen aufgeilen, ohne irgendetwas zu checken existiert. Da ist auch Selbstinfragestellung, ob das der richtige Weg ist sehr angebracht. Die Kritiken daran aus Frauen/Lesben-Zusammenhängen sind diskutierenswert und sinnvoll. Ich bin da für Diskussionen äußerst offen. RZB, Romantische Zweierbeziehung ist ein tatsächlich zu problematisierender Begriff. Zum Bleistift in dem Sinn, dass der Beziehungsbegriff, der in der radikalen Linken mal en vogue war das eben nicht gewesen ist: Offene Zweierbeziehung mit erlaubten Seitensprüngen als positives Modell, und im besten Fall Seitensprünge in beide Richtungen, also Frau mit Frau, Mann mit Mann, Frau mit Mann, Mann mit Frau, erlebt als Bereicherung der eigenen Kernbeziehung. Die bei mir hetera war, aber das ja nicht sein muss. Und auch Pendeln zwischen Kuschelsex, hartem Rammelsex und BDSM, nichts ist einzigartig, alles ist erlaubt. Das ist MEIN Modell. Nur erscheint mir das, was die da wollen, als totale Verabschiedung von emanzipativen Vorstellungen von befreiter Sexualität. Nicht: Heteras/ros sollten endlich aufhören, beim Anblick knutschender Schwulen/Lesbenpärchen in der Öffentlichkeit mit peinlicher Berührtheit zu reagieren, sondern Hetenpärchen sollten sich nicht mehr öffentlich küssen, um nicht Queere als sich diskriminiert zu fühlen. Herzlichen Glückspunsch, merkt ihr es noch, ihr Discrimination-Queens? Da vollzieht ihr gerade den öffentlichen Schulterschluss mit Evangelikalen und Christo/Islamo/MoralfaschistInnen, die Sex aus der Öffentlichkeit verbannen wollen. Ich gehöre als peitschenlustige temporär heterosexuelle Frau einer Minderheit an, die sehr viel weniger als nicht wohlwollend, aber notgedrungen doch irgendwie akzeptierte
oder zumindest tolerierte Schwule und Lesben nicht so richtig geduldet wird, wir treten nicht öffentlich auf. Von Lesben oder Schwulen als Hetera-Normalofrau, die zur Gegenseite gehört wahrgenommen zu werden passt mir von daher überhaupt nicht, ich gehöre einer ganz anderen Minderheit an. Aber ich jammere deswegen nicht. Und jammern scheint mir ein Hauptmerkmak dieses neuen Pseudofeminismus zu sein.
clair(e) de lune (Gast) - 25. Jul, 07:04

Ach so,...

...RZB = romantische Zweierbeziehung. Das ist doch sowieso nur ein Trugbild, kein Privileg. Dieses Trugbild ist doch nur dazu da, um Alleinerziehenden, Gewohnheitsehepaaren und in ähnlichen unerfreulichen Nichtbeziehungen lebenden Personen deutlich zu machen, wie schön sie es haben könnten, wenn sie nur wollten, womit dann gleich auch eine moralische Schuld festgestellt wurde. Lesben & Schwule betrifft das also sowieso nicht.

Mit Hilfe derselben Logik könnte man ja auch behaupten, daß Frontsoldaten gegenüber anderen Erwerbsgruppen privilegiert seien, weil überall Soldatendenkmäler errichtet werden, Heldenepen vorgetragen werde, man beständig vom ehrenvollen Heldentod auf dem Feld der Ehre schwätzt etc. Tatsächlich sind Frontsoldaten arme Schweine.

ps: Es heißt natürlich : clair de lune und nicht claire de lune.
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