1
Mai
2006

Proletarisch am 1. Mai

Che, meintest Du sowas hier?

umzug_vowe

30
Apr
2006

Vorwärts und nicht vergessen

der Klassenkampf tobt auch in Hessen! bzw. eigentlich tobt da ja gar nichts, aber ich gebe mir heute jedenfalls eine wilde Walpurgisnacht und morgen eine revolutionäre 1. Mai-Demo. Die Walpurgisnacht ist für mich weder Hexenfolklore noch Tanz in den Mai-Party, sondern noch immer die Nacht, in der die Frauen sich die Hälfte der Welt zurückholen, und der 1. Mai der Kampftag, nicht der Sauftag der Arbeiterklasse. Abgesehen davon, dass in der Walpurgisnacht nicht die heilige Walburga verehrt wird, ebensowenig, wie das in angelsächsischen Ländern traditionelle Lied "Queen of the Angels, Queen of the May" ursprünglich die heilige Maria meinte. Nein, es geht um die große dunkle Göttin, Lamaschtu, Labartu, Lilith, Astarte, Ischtar, Kybele, Belisama, Inanna, Eris, Discordia, die große Verführerin, die Lady, die so cool war, sich den Teufel um den Finger zu wickeln. Und auf ihr extatisches Fest folgt am nächsten Tag jenes Fest, das eigentlich auf einen Riot anarchistischer ArbeiterInnen in den USA zurückgeht. Regagneramos la vida!

14
Apr
2006

Extravagant

Ich sollte mich extravagant anziehen auf dieser Nach-Oster-Party, bat er mich. Was versteht er darunter? Normalerweise trage ich im Job ein Nadelstreifenjackett, Jeans und marschtaugliche Schuhe, bisweilen auch Escada-Kleid, Strümpfe und High-Heels, in meiner Freizeit eher Motorradjacke, Minirock und 12-Loch-DrMartens. Das eine würde wohl als spießig, das andere als schrill empfunden. Ist Extravaganz teure Schrillität oder gehobene Spießigkeit? Rein semantisch heißt der Begriff außerhalb des Geläufigen. Ich habe mir nun ein Outfit angeschafft, das diese Voraussetzung erfüllt.

Wenn das mal keinen Eklat gibt....



oder so?

12
Apr
2006

Anja-Tanjatentum reloaded

Zu Anjas und Tanjas, d.h. PR-Frauen an der Kommunikationsfront, habe ich ja ein spezielles Verhältnis.
http://netbitch1.twoday.net/stories/758327/


Einerseits bin ich irgendwo selbst eine, andererseits achte ich streng auf die Einhaltung einer gewissen Standesehre. Contentklau, anderer Leute Pressemeldungen abschreiben, sowas ist nicht. Man nennt unseren Berufsstand die Kreativen, nicht die die Schreib- oder Fotografierfaulen. Insofern weiß ich nicht, ob ich für eine junge Kollegin aus einer recht staatsnahen Agentur Mitleid oder Häme empfinden soll.
Ich finde schon klauen nicht gut, es ist nicht nur eine schwere Sünde, sondern mit Kreativität unvereinbar. Aber sich dabei in aller Öffentlichkeit erwischen zu lassen, ja, denjenigen zu beklauen, der einer der netzbekanntesten Anprangerer solcher Praktiken ist, das ist so, wie sturzbetrunken mit einem G.W.Bush-T-Shirt an der Kaserne der iranischen Revolutionsgarden vorbeizulaufen.
http://rebellmarkt.blogger.de/stories/428478/#428957

2
Apr
2006

Nur geträumt

Ich hatte mal wieder einen Traum. Ich fuhr mit meinem roten Alfa Spider auf einer Landstraße unter einem atemberaubenden Himmel, der jenes Stahlblau hatte, das es nur in der tropischen Feuchtzone gibt, aber dunkle, mächtige Regenwolken aufwies, wie sie in trübes deutsches Wetter passen. Unter diesen Wolken nun kam eine zweite Wolke herangeschossen, nein keine Wolke, ein Heuschreckenschwarm, nein, ein Vogelschwarm. Zack! war dieser Schwarm über meinem Auto. Abertausende von Buntspechten. Spechte? Göttin, was soll das? Ich habe ja nun den ollen Freud gelesen und weiß ein bißchen was von Traumdeutung und Symbolik, aber Spechtschwärme? Kann mir das jemand erklären?

30
Mrz
2006

Aktuelles zur "Moni-Affäre"

Ein Blogbeitrag zum Umgang einer NGO mit einer Mitarbeiterin und die hysterische Reaktion eines Vertreters dieser NGO führten dazu, dass in der Bloggosphäre die Wellen so hoch schlugen wie selten zuvor. Hier der aktuelle Stand nach einer kleinen Nachfrage meinerseits.

http://rebellmarkt.blogger.de/stories/418274/#418569

Der vorgetäuschte Orgasmus

Im Zusammenhang der Triple-Landtagswahl outete sich die SPD-Tante Ute Vogt damit, einen Orgasmus vorgetäuscht zu haben. Ah ja. Oder besser Aaaaaaah jaaaaaahh!!!!!

Was soll uns das sagen? Wenn es gut so ist, dass Wowereit schwul ist, outet sich damit immerhin noch ein Angehöriger einer bis vor kurzem heftig diskriminierten Minderheit, und wenn von Beust als Konservativer das auch tut, wird damit dafür gesorgt, dass eine bestimmte Art von altkonservativem Ressentiment es auch bei den Konservativen schwerer hat. Respekt für ein solches Handeln. Aber über die sexuellen Gewohnheiten der heterosexuellen Mainstreambevölkerung in der Öffentlichkeit herumzuouten, wenn es um Wahlkampf geht ist überflüssig. Ich finde, bestimmte Dinge sollten privat bleiben. Ich habe bei meinem Vorstellungsgespräch auch nicht erzählt, dass meine Orgasmen alle echt sind, obwohl das den Chef vielleicht interessiert hätte :-)


Und was die Orgsamusvortäuscherei angeht, so verstehe ich diese nicht. Entweder ich harmoniere sexuell mit einem Mann, dann klappt´s, oder ich tue das nicht, dann klappt´s nicht. Warum sollte ich etwas vortäuschen, was nicht ist? Damit der sich als toller Hecht fühlt, obwohl er sexuell vielleicht ein jämmerlicher Versager ist, oder eigentlich ganz gut, aber gerade schlecht in Form, oder weil ich abgelenkt und nicht so gut drauf bin?

Normalerweise habe ich den Anspruch, guten Sex zu geben und guten Sex zu bekommen. Benimmt ein Kerlchen sich völlig ungeschickt, bekomme ich vielleicht Mitleid und will ein gutes Werk tun, aber vortäuschen? Never!

Und als ich es einmal, lang ist´s her, mit einem Kandidaten zu tun bekam, der nach dem Prinzip "Drei Küsse, dann rein-raus-rein-raus-abspritzen-das-wars" vorging fragte ich ihn: "Sollte das ein Witz sein?"

Der sprach dann nicht mehr mit mir, aber das war nicht mein Problem. Etwas gesunden Egoismus sollte Frau schon haben.

29
Mrz
2006

Das Strategic Air Command wirft Mutterkreuze ab

Ich will mich ja im Großen und Ganzen aus dieser Neocon-Debatte raushalten, aber wenn ich das hier lese:

http:// myblog.de/politicallyincorrect/art/3175457


dann erkenne ich, wofür die letzten 40 Jahre, von denen ich 36 auf der Erde wandeln konnte,gut waren. Göttin, was für ein Brei aus Untergang des Abendlandes, Prüderie, Frauenfeindlichkeit und Unbehagen an der (Post)Moderne!
Das also passiert, wenn Deutsche amerikanische Rednecks sein wollen.

Ich leg erst mal TonSteineScherben auf: "Der Pepsodent von USA ist ein cooler Loser seiner Macht. Glänzend, doch schon rostzerfressen fliegt er durch den wilden Westen."

21
Mrz
2006

Wann kommt Web 3.0?

Das Ausmaß, in dem Marketeers das Kundenverhalten unter Kontrolle zu bekommen versuchen, erreicht allmählich transorwellsche Dimensionen. Ich schreibe als Marketingschnepfe jetzt vielleicht gegen meine eigene Profession (ganz sicher nicht gegen meine Interessen, denn ein offenes, faires Kundengespräch ist durch kein virtuelles Brimborium zu ersetzen, und ich bin für den direkten, interpersonellen Kontakt, nicht fürs Brimborium), aber das, was da so neuerdings die Runde macht, erinnert mich weniger an das, was ich im Studium mal unter Marktforschung gelernt und als Nebenjob auch praktiziert habe, sondern an veritable Spionage. Wie lange dauert es eigentlich noch, bis das Abhören privater Telefongespräche zur Neukunderakquirierung gerechnet wird?


http://www.heise.de/newsticker/meldung/71091

19
Mrz
2006

Gebet an die Sonnengöttin

Ich bin ja eigentlich nicht religiös, manchmal leiste ich mir zum spaß Naturgottheiten wie die heilige Zicchorie und St. Vino, aber ich überlege jetzt ernsthaft, die japanische Sonnengöttin anzuflehen, sich unserer, spetziell aber meiner zu erbarmen. Es würde mir schon ausreichen, wenn die Sonne jeweils auf den 5 Quadratmetern schiene, wo ich mich befinde. Urlaubszenen aus Portugal sind so weit weg wie der Mars,
portugal

netbitch_urlaub
und ich komme mir langsam vor wie die Schneekönigin.




Kennt irgendwer einen mächtigen Sonnenzauber?

Sollte aber nicht so schmerzhaft sein wie der Sonnentanz der Sioux-Indianer.

12
Mrz
2006

Lob der Treue

Es mag nicht recht zu meinem Nickname passen, aber im Großen und Ganzen bin ich eine Befürworterin der Treue in einer Beziehung. Ok, in den längeren Phasen, in denen ich ein Singledasein führe, ist gegen ONS nichts einzuwenden, und es gibt auch alte Freunde, mit denen ich, nun ja, sagen wir aus Anhänglichkeit noch einmal in die Kiste steige, bin ich aber fest mit jemandem zusammen, läuft auch nur mit dem was, und ich erwarte, selber entsprechend behandelt zu werden, auch wenn ich gelegentliche Seitensprünge für grundsätzlich verzeihbar halte. (Dann muss das Kerlchen aber sich furchtbar was von mir anhören und sich ziemlich die Beine ausreißen, um die Sache wieder zu kitten, und ich habe ein Gedächtnis wie ein Elefant. Das kostet, Sir! Und ich kann dann gemein sein, höhhö.)

Trotzdem bin ich keine Anhängerin dieser bürgerlichen Treue-Ideologie und grundsätzlich der Ansicht, dass Menschen, da freie Wesen, niemandem gehören. Es ist nur so: Wenn ich Wein, Caipi, Bier, Whisky und Sekt durcheinander trinke, ist am Nächsten Tag bei mir so Einiges auch durcheinander, und das ist sehr unangenehm. Wenn ich mir unterschiedliche Schwänze durcheinander reinstecke, geht zwar nicht die körperliche Befindlichkeit, aber das Seelenleben und die geordnete Lebensführung durcheinander. Beides wurde in jungen Jahren mal ausprobirt, beides muss ich nicht mehr haben.

Bin ich jetzt eine Spießette ? ;-)

10
Mrz
2006

Wenn Blogger wild geworden

Ich wollte zu dem ganzen Unsinn ums Antibürokratieteam und Che ja nichts mehr posten, aber wenn mein Freund Che hier als Gewalttäter und Monstrum hingestellt wird, kann ich nicht anders.

Also, nochmal der ganze Hergang von vorne:

Don schreibt etwas über Neokonservative, die unter Beteiligung eines FDP-Bloggers angeblich persönliche Daten eines Andersdenkenden öffentlich verbreitet und das Urheberrecht an irgendwelchen Bildern verletzt hätten. Dies kommentiert Blogger gibsmir (nicht Che) damit, dass Don einige Rechte mit der Eisenstange in den Arsch gefickt hätte und rät, beim nächsten Mal Stacheldraht herum zu wickeln. Eine extrem gewalttätige Sprache, die allerdings nicht´s mit der LTI zu tun hat, wie von dem Getroffenen gerade behauptet. Hätte der Klemperer gelesen, wüsste er, dass die LTI die newspeak des Dritten Reiches war, die durch die genaue Codifizierung von Begriffen wie “Fräulein”, “Gemeinschaft”, “Ehre”, “Anstand”, “Treue”, “Defätismus”, “Gesinnungslumperei”, “Mädel” usw. die Gesellschaftsordnung des NS-Staats zementierte. Sei´s drum. Was gibsmir damit meinte (so kams zumindest bei mir an), war nichts Anderes, als auf eine extrem drastische und geschmacklose Weise zu sagen, Don hat einige Leute in flagranti bei einer illegalen Handlung ertappt. Dann kam Che und unternahm den mißglückten Versuch, mit der Metapher vom “Bamberger Reiter” dem Ganzen eine komische Wendung zu geben.
Es ist geschmacklos, es ist verbale Gewalt, aber trotzdem nur eine Metapher für das Kritisieren eines scheinbar die Persönlichkeitsrechte eines Anderen verletzenden durch Don und keine Aufforderung zu realer Gewalt. Stünde es in der Titanic, wäre es Satire, stünde es bei Wiglaf Droste, wäre es Literatur.

Seit Monaten langweilt ein großer Flußfisch die Bloggosphäre mit der ständigen Wiederholung dieses Postings von Che, während er in seinem von Don inkriminierten Tun fortfährt. So hat er bei Mule die FDP-Karikatur geklaut, und als dieser sich beschwert, pöbelt er in wüst voll und signalisiert ihm, er solle seinen Arsch lecken.
Das Downloaden von Grafiken aus dem Internet und Weiterveröffentlichen ohne Genehmigung des Autors ist Verletzung des Urheberrechts und somit eine Straftat, wenn auch keine schwerwiegende. Während gibsmir und Che den Fisch angepisst haben, weil Don ihn - neben anderen- bei einer gleichartigen Straftat erwischt hatte oder erwischt zu haben glaubte, verhöhnt er hier aus der Position des Diebes den Bestohlenen. Als Nächstes kündigt er an, Ches persönliche Daten (oder was er dafür hält) an Dritte weiterzugeben, also gegen Datenschutzbestimmungen und Persönlichkeitsschutz zu verstoßen. Ein Täter, der seine Taten unter vollem Namen in aller Öffentlichkeit begeht und sich dabei als die verfolgte Unschuld hinstellt.

Es geht hier schon lange nicht mehr um eine fischige politische Gesinnung oder die neocon-blogger als Solche, sondern um das persönliches Handeln einer Person. Mit Liberalen und Konservativen, die sich anständig benehmen, gehen auch die Chedonisten, wie ich sie jetzt mal zusammenfassend nenne,
anständig um. Mit niteowl, rayson oder c.lapide diskutieren die sachlich und höflich, und das wird sich nicht ändern. Aber wer wie ein großer Raubfisch dauernd mit Beleidungen um sich schmeißt muss sich nicht wundern, wenn er ein ernsthaftes juristisches Problem bekommt.

So, das war mein letzter Kommentar zu diesem Thema, und jetzt will ich, dass alle wieder friedlich sind.

7
Mrz
2006

Die Bloggosphäre, der Don und die Politik

Irgendwie mutet es schon seltsam an. Da gibt es auf der einen Seite die Bloggosphäre, auch Klein Bloggersdorf genannt, als webbasieerte, interaktive Neuzeitvariante von dem, was früher mal der Äther genannt wurde. In dieser Bloggosphäre gibt es einige Platzhirsche, sozusagen die Großgrundbesitzer unter den Bloggern. Sie sind besonders lange im Rennen, bloggen besonders häufig, treffen einen speziellen Stil, weswegen sie eine große Leserschaft haben, sind im realen Leben leidlich prominente Leute oder eine Mischung aus all diesen Faktoren. So gibt es in der deutschen Bloggosphäre so eine Art Starblogger; zu nennen wären Miagiolare, Mequito, Don Alphonso, Modeste, Don Dahlmann, Spreeblick, Burnster, McWinkel oder das hermetische Café. Vieler dieser Blogs sind untereinander verlinkt, oder die betreffenden Blogger zitieren einander sehr gerne. Der Tonfall ist sehr unterschiedlich, er schwankt von literarischer Hochsprache bei Modeste bis hin zu aufgedreht-fröhlichem Gemotze inklusive bayerischem Watschnverteilen bei Don, ist aber in den meisten Blogs von Ironie geprägt. Wer eines dieser Toppblogs bierernst nehmen würde erschleßt oftmals nicht den Sinn.

Im Laufe der Jahre scheint sich über Kontakte der Blogger im Real Life eine Art Community herausgebildet zu haben, die in unterschiedlichen Städten regelmäßig Lesungen aus den einzelnen Blogs veranstaltet, die mittlerweile schon durch Phänomene wie Fotografierwut und Groupietum von sich reden machen, also popkulturelle Hypeerscheinungen aufweisen, die sie Events wie Konzerten ähnlich machen.

Auf der anderen Seite - und deutlich unterscheidbar von Wahl- und Parteiblogs - gibt es Politblogs, die mehr oder minder ernsthaft gesellschaftspolitische Fragen diskutieren. Alte etablierte Politblogger sind etwa Genosse Tabu, der allerdings schon nahe der Grenze zum Parteiblog befindliche Parteibuch-Marcel oder das jüdische Blog Chuzpe. Seit geraumer Zeit haben sich mit Statler und Waldorf, Achse des Guten oder Café Hayek auch Blogs etabliert, die eher in das konservative Spektrum gehören und mit einer im Wesentlichen immergleichen Blogroll komservative, liberale und auch rechsextreme Blogs verlinken. Bei rebellmarkt (also Don Alphonso) war frühzeitig auf diese Verbindung hingewiesen worden, es hatte einige sehr herbe Angriffe auf einzelne Rechtsblogger gegeben, seither wird dort rebellmarkt als der Feind an sich angesehen. Ein Blog, dessen Betreiber zwar eine politische Meinung hat - ein sozialdemokratischer oberbayerischer Jude, der neben Antisemitismus, Rassismus jeder Art und Neoliberalismus insbesondere die bayerisch-katholische Arroganz kritisiert, dabei aber selbst eine gespielt-überhebliche Pose einnimmt - das aber in weiten Teilen eher ein literarisch angehauchtes Zeitgeist- und Lifestyle-Blog ist wird auf zwei diametral unterschiedliche Weisen betrachtet. Einerseits ist es eines der erfolgreichsten und bestbesuchte Blogs der deutschen Bloggosphäre, virtueller Aufenthaltsraum insbesondere für die Dotcomtod-Veteranen, aber auch zahlreiche Leute aus den anderen oben erwähnten "etablierten" Blogs. rebellmarkt ist eine Art Treff- und Kontenpunkt der Bloggosphäre.

Und auf der anderen Seite scheint es da eine hermetisch abgeschottete Welt bierernster Politikblogs der Konservativen und Rechtsliberalen zu geben, die teilweise mit permanenter Beschimpfung von Ausländern, Linkspolitikern und Umweltschützern beschäftigt sind, teils auch in moderatem Tonfall über liberale Inhalte diskutieren, dabei aber auffälligerweise die in der deutschen liberalen Tradition nicht verwurzelte Denkschule Hayeks zum alleinigen Dreh- und Angelpunkt haben. Die, ich nenne es mal so, "etablierte" Bloggosphäre und die "Rechtsblogs" nehmen voneinander praktisch keine Kenntnis, nur auf den explizit politischen Blogs haut man sich.

Kalter Krieg in der Bloggosphäre?

21
Feb
2006

Oh jeh!

Mal wieder gedacht, es geht so weiter. Ab in die Kneipe, sehen, was läuft, niemanden der guten Leute getroffen, gleich von drei blöden Kerlen angemacht worden, den W., den ich dringend sehen wollte, nicht getroffen. Ein Blick in den Spiegel - zurechtgemacht für einen tollen Abend. Den habe ich bestenfalls mit mir. Mich muss mein Anblick nicht überzeugen.

18
Feb
2006

I had a dream or Guantanamera

Ich träumte, ich sollte hingerichtet werden, weil ich vier Jahre lang mit dem *****, der ein wirklich trauriger Wicht ist, liiert war. Komisch, eigentlich war das doch schon Strafe genug ;-)

Egal, ich war also im Kerker, und der Henker, ein großer, schwarzhaariger, sehr gutaussehender Mann in einer Art Richterrobe aus schwarzem Leder, ging durch die Zellen und musterte die Todeskandidaten. Mir schnitt er die langen Haare ab, rasierte mir den Nacken aus und markierte mit dem Edding einen schwarzen Strich im Nacken. "Warum machen Sie das?" fragte ich ihn. "Sie wissen ja gar nicht, wie überlastet unsere Verwaltung ist", erwiderte der Henker, "wenn die Delinquenten nicht markiert werden, kann alles Mögliche passieren. Stellen Sie sich vor, es kommt zu einem Justizirrtum und man schlägt Ihnen nur eine Hand ab statt des Kopfes, vielleicht, ich weiß, dass Sie Rechtshänderin sind, gar die linke! Nein, solche Schlamperei kommt mir nicht unter.Wir sehen uns morgen wieder, sie sind als Zweite an der Reihe."

Der Tag der Hinrichtung kam, und ich stellte fest, dass ich in Guantanamo war. Mir war höchst mulmig zumute, gerade wurde der erste Gefangene, also mein Vorgänger geköpft. Doch was war das? Überall MG-Feuer, Aufruhr und Chaos. Castros Truppen stürmten das Lager und befreiten Guantanamo.

Ich wache auf. Was habe ich gestern abend nur für ein Zeug zu mir genommen?
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Erlebnisse einer kritischen Hedonistin

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Zuletzt aktualisiert: 27. Jan, 12:51

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