13
Mrz
2007

Klartext

Da kommt frau von der Messe zurück und liest so etwas, einfach anrührend, ganz großes Internet:

http://dermorgen.blogspot.com/2007/03/erzhlung-entwurf-sie-nannten-ihn-spasti.htm


um sogleich zu einem der Herren mit der gewohnt deutlichen Aussprache weiterzureisen. Jawohl, es sollte viel häufiger gelöscht werden, aus Gründen der Webhygiene!

http://blogbar.de/archiv/2007/03/13/die-weisheiten-des-erfolgreichen-bloggens-folge-25945/


Und schließlich das hier, zwar ein wahres Konvolut, vor allem, wenn die ganzen Links noch mitgelesen werden, lohnt sich aber wirklich. Überzeugend und nonchalant lässt der Altmeister zentrale - reichlich tonfüßige - Grundlagen des Weltbilds der Rechtsblogger und ihrer pseudolibertären Geistesfreunde krachend in sich zusammenfallen, mit einem Fingerschnippen.

http://che2001.blogger.de/stories/724910


Ganz klar, heute ist Klartextabend. Wohltuend, das!

6
Mrz
2007

Big Brother is mobbing you

Heißa,

hier geht die Post ab. Wenn so etwas bei VW & Friends weiter verbreitet ist, dann braucht man sich ja eigentlich nicht zu wundern, wenn es bei denen kriselt. Die abgehobene Mentalität des Managements bildet ja ohnehin deutlich die Tatsache ab, dass das schon lange keine Volkswagen mehr sind.


http://www.boocompany.com/index.cfm/content/story/id/14669/

5
Mrz
2007

Solidarität ist eine Waffel

Sa. 10. März 2007, Beginn 11.00 Uhr, INTERNATIONALES FRAUENFRÜHSTÜCK "Frauen in der Illegalität"

Referentinnen: Anne-Marie Laurent / ifz Bonn
Sigrid Becker-Wirth / MediNetz Bonn
Kurzfilmbeitrag: „Paloma“ von Simon Jaikiriuma Paetau
Teilnahmebeitrag: 5,- €, einschließlich Brunch + Getränke

"Als Folge wirtschaftlicher, politischer und ökologischer Krisen sind Menschen
weltweit gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Es wird geschätzt, dass sich allein
in Deutschland gegenwärtig zwischen 1 und 1,5 Millionen Menschen „ohne
Aufenthaltstitel“, d.h. ohne Papiere, aufhalten. Dies entspricht ungefähr der Einwohnerzahl
Münchens. Allein in der Stadt Bonn sollen ca. 4000 MigrantInnen ohne
Papiere leben, darunter viele Frauen.
Die allgemeine Situation der Migrantinnen, die in Bonn ohne Aufenthaltsstatus
leben müssen, wird genauso skizziert wie ihr Leben in der Rechtlosigkeit ohne
Zugang zur medizinischen Versorgung. Ihre Kinder haben oftmals keinen ungehinderten
Zugang zu Kindergärten, Schulen und anderen Bildungseinrichtungen.
Ihnen fehlt es auch an ausreichender Gesundheitsversorgung.
Wir fragen nach den Gründen, warum Frauen hier ohne Papiere leben und arbeiten
und warum sie solch ein hohes Risiko eingehen.
Wir fragen: Leben in der Illegalität für Frauen – was bedeutet das konkret?
Wir freuen uns auf Euer Kommen."


Veranstaltungsort: Internationales Frauenzentrum Bonn e.V. - Quantiusstr. 8 - 53115 Bonn
E-Mail: ifz.bonn@t-online.de - Telefon: (0228) 9652465 - Fax: (0228) 9650245
www.ifzbonn.de
Koordination: Elke Apelt


MediNetzBonn e.V.
Medizinische Beratungs- und Vermittlungsstelle
für Flüchtlinge und Menschen ohne Papiere
Oscar-Romero-Haus
Heerstr. 205
53111 Bonn
0228-695266
www.medinetzbonn.de

2
Mrz
2007

CeBIT, der Flashback

Erst dachte ich ja, das sei alles nur Gequatsche. Das daherschwadronierende Geraune, das zum Talk Talk der Messestandbesatzungen so dazu gehört. Und da ich die ganze Zeit zu koordinieren, zu verhandeln, nett zu lächeln und gewissen Leuten die Hammelbeine langzumachen hatte, kam ich erst jetzt dazu, es zu lesen. Oha. Scheint ein Big Deal zu werden. Der Dotcomkannibalismus in einer neuen Runde. Sentinels, stellt die Ohren auf!


http://www.it-im-unternehmen.de/news/news20070301011.aspx

23
Feb
2007

Corea Chick

mag man mich jetzt nennen-ich habe doch keinen Mazda, sondern einen Hyundai gekauft, in der Farbe, die ich so mag. Bitte jetzt keine abfälligen Bemerkungen wegen Nuttenflitscherl oder Anja-Tanja-Schleuder, da bin ich empfündlich :-)


schleuder

22
Feb
2007

Tief in den Sphären des verspannten Denkens

Ich will mein lesendes Publikum ja nicht mit einem Übermaß (oder nennt mensch das Habermaß?) an elfenbeintürmender Theorie langweilen, aber zu den Bizarrheiten einiger Linksversprengter möchte ich mich denn doch noch mal äußern.

Einige Randbemerkungen zu einer anderswo geführten Debatte:


Einige Leute, die sich selbst sehr links sehen, bezeichnen die Mehrheitslinke als antisemitisch. Wenn es um die Israelfeindlichkeit klassischer Antiimperialisten ginge, wäre das ja noch nachvollziehbar, aber es geht noch viel weiter und führt diese angeblichen radikalen Linken über merkwürdige intellektuelle Fallstricke eher in die Nähe der Wirtschaftsliberalen.


Sie selber sind nirgendwo in sozialen Projekten oder Arbeitskämpfen zu finden, sie begründen sogar, warum sie das als Linke nicht tun. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Frage der Identifikation mit sozialen Gruppen und Prozessen.
Die "Identisches" vs. "Nichtidentisches"-Auseinandersetzung setzt bei den "Elementen des Antisemitismus" und den "Studien zum autoritären Charakter" aus der Kritischen Theorie an. Da Identifikation der Massen mit dem Führer, der Partei, dem Volk, dem durch Ausgrenzung Anderer und falsche Projektion gekennzeichnetem Kollektiv zu den Elementen des Antisemitismus gehört, vertraten einige Leute, ich meine, ISF und Ca Ira-Verlag, in der Antisemitismusdebatte Ende der Achtziger die Position, jedes Sich-Identifizieren mit einem Subjekt außerhalb des eigenen Selbst, vor allem, wenn dieses idealisiert und projektiv überhöht wird, berge bereits Elemente des Antisemitismus in sich. Und damit sind all die Guten-Wilden- und Dritte-Welt-Revolutionsromantik-Klischees in dieser speziellen Sicht der Dinge potentiell antisemitisch. Ebenso wird jede Kapitalismuskritik, die willentlich Handelnde nennt und zum Beispiel bestimmte Branchen, Konzerne oder Einzelkapitalisten als Schuldige bezeichnet und Kampagnen gegen diese ins Leben rufen will, weil sie sich besonders ausbeuterisch oder rücksichtslos verhalten, als "strukturell antisemitisch" bezeichnet, weil es das Schaffen von Sündenböcken bedeute, nicht den Kapitalismus als Ganzes zu kritisieren, sondern bestimmte Auswüchse. Dieser Logik nach könne die Linke die politische Ökonomie nur beschreiben und kritisieren, aber politisch erst dann handeln, wenn der Zeitpunkt der Weltrevolution gekommen sei. Aus dieser Paralogik heraus sind alle Linken, die aktiv gegen Ausbeutung oder Sozialabbau kämpfen, strukturelle Antisemiten.


btw: Und heute ist es wahrscheinlich so, dass Leute, die "Antiimperialismus" lesen, dabei automatisch an Ulrike Meinhof & Co denken und deren Antizionismus und von der Existenz eines Neuen Antiimperialismus, der sich in scharfer Konfrontation zu den Antiimps entwickelt hat und nichts mit deren Antiisraelismus zu tun hat, grundsätzlich gar nix wissen und auch nix wissen wollen.

21
Feb
2007

Die Schüssel is hin.

Mein alter Alfa *schluchz* ist zu nichts mehr zu gebrauchen, jedenfalls nicht zu einem bezahlbaren Preis. Also schaffe ich mir einen MX5 an. Also, audi-bmw-passat-Blinkerschweine in Hessen und Südniedersachsen, hütet Euch: Platz da für den Mazda!

Nun zum Sport

Nicht, dass ich für diesen Sport geeignet wäre. Aber für Tüpen, die sich für tolle Hechte und knackige Bringer, großartige Verführer und echte Kerle, für Terranovas und Casablancas halten, gibt es einen neuen Sport: Rodeosex. Das geht so: Kerlchen nehme eine Frau von hinten, nehme ihre Brüste in seine Hände und sage, dass die sich genau so anfühlten wie die von ihrer Mutter, ihrer Schwester und ihrer besten Freundin. Wer nach zehn Minuten noch drauf ist, hat das Rodeo gewonnen. Viel Spaß und gute Unterhaltung!

18
Feb
2007

Der Irrfug angeblicher Linker

Ein alter Freund fährt hier mit einer Spinnerfraktion richtig Schlitten. Uihuihuih, was gibt es doch für Schwachmaten! Rassistisch, imperialistisch, antifeministisch, aber Hauptsache Links. So links, dass sie schon wieder rechts sind.


http://che2001.blogger.de/stories/700966

12
Feb
2007

10
Feb
2007

Neulich, im Frauenhaus

Stürmt eine tränenaufgelöste Frau ins Frauenhaus und berichtet, dass sie gerade Opfer einer Vergewaltigung wurde. "Hab Mut, Schwester! Den Scheißkerl machen wir fertig! Da machen wir ne Kampagne draus! Cora, ruf gleich bei der Presse an! Emma, Panorama, dpa, reuters, die bestellen wir alle her! Wir organisieren Dir auch ne Ärztin!" "Brauche ich nicht, er ist nicht fertig geworden." "Super! Frauen, schlagt zurück! Du bist ein Vorbild für uns alle!" "Das glaube ich kaum, es ist jemand dazwischen gegangen." "Auch gut, das ist Frauensolidarität! Frauen, erhebt Euch, und die Welt erlebt Euch!"
"Das war ein Mann." *etwas abgenervt* Sind wir Frauen wirklich noch immer so schwach, uns von Männern helfen lassen zu müssen? Jau, das ist mein richtiges Statement für die Pressekonferenz! Was für ein Scheißkerl war denn der Angreifer?" "Ein albanischer Asylbewerber." *ernsthaft sauer* "Gar nicht gut, gar nicht gut, das schürt Rassismus, das halten wir lieber auf kleiner Flamme. Cora, bitte keine Presse. Waaaas, die hast Du schon angerufen? Bist Du wahnsinnig? Ich soll gesagt haben, Du sollst da gleich anrufen? Ja, dann, sag, das geht nicht wegen Traumatisierung und das Opfer soll nicht in die Öffentlichkeit gezerrt werden und so. Wer war denn Dein Retter? Den können wir ja vielleicht als Mann präsentieren, der Nein zum Patriarchat sagt." "Ein katholischer Priester."


"Raaauuuus!!!!!"

3
Feb
2007

Die innerbetriebliche Stasi

Jedes Unternehmen hat ja seine Besonderheiten und seine ihm eigene Unternehmenskultur. Bei der lustigen New Media Agentur, bei der ich vor deren Insolvenz zum Führungspersonal gehörte, gab es die Regel "Das Briefgeheimnis der Mitarbeiter hat Vorrang vor dem Betriebswissen". Wir waren angehalten, unsere Briefe selbst zuzukleben, weil unsere Kontakte und die art und Weise, wie wir diese pflegten, als unser eigenes geistiges Kapital betrachtet wurde, das wir bewahren sollten. Dahinter stand eine tiefe Achtung vor der Würde der Mitarbeiter/innen.


Als ich in Systemhaus kam, musste ich mich umgewöhnen. Hier galt das 4-Augen-Prinzip: jedes rausgehende Schriftsstück musste entweder einem der Chefs vorgelegt oder Kollegen der eigenen Hierarchiestufe zum Gegenlesen gegeben werden. Ich fand das immer sehr lästig und habe diese Regel öfter verletzt, weil Geschwindigkeit in einer Branche, in der die Uhren ohnehin schneller gehen als in der Old Economy, so kaum noch möglich war. Trotzdem konnte ich im Großenund Ganzen damit leben.

Inzwischen wurde der Laden umstrukturiert, mein Lieblingschef ist gegangen, und es gibt eine neue Regelung: Jede rausgehende Post ist unverschlossen bei der Pförtnerin abzugeben, die sie zur Kontrolle nochmal liest. ein schönes Gefühl, wenn man weiß, dass diese Frau, Ostimport und üble Schranze, einmal bei der Firma war.

Ich glaube, ich frankiere meine dienstliche Post jetzt selbst und werfe sie eigenhändig in den Briefkasten, Dienstanweisungen hin oder her. Besser ist das.

2
Feb
2007

Danke an Schwester Lanu

Dank ihr bin ich mit meinem Beitrag zum Thema "Systemhausschlampen" bei Boocompany auf über 1000 Lesern *stolzbin*!

http://www.boocompany.com/index.cfm/content/story/id/14605/

27
Jan
2007

Die Schüssel muss zum Doktor

Kürzlich hatte Don ja beschrieben, wie seine Barchetta zur Werkstatt musste, nachdem der Motor verreckt war. Scheinbar birgt diese Zeit schlechtes Karma für flotte Roadster. Meine Schüssel - hier in glücklicheren Tagen beim Besuch einer Flugschau - hat eine gebrochene Nockenwelle und, wie sich herausstellte, auch noch einen Getriebeschaden und einen undichten Zylinderkopf. Ich hoffe mal, dass workingclasshero sie wieder hinkriegt. Immerhin was Anderes als langweilige Passat Modell "Nasenbär" zurechtzuschrauben. :-(


schuessel_im_sommer-copy

26
Jan
2007

Dell spinnt

Einen solchen Rechner find ich richtig galaktosuperaffengeil

http://www.testticker.de/news/home_computing/news20070126007.aspx
auch wenn wir so etwas billiger konfigurieren könnten als Dell.
Aba: Für Games? Ich würde damit werben, dass es sich um einen PC handelt, der in anspruchsvollen Anwendungen mit Mac und Sun mithält, aber doch nicht zum daddeln, ts ts ts.

Systemhausschlampen

Ich schrub es gerade an anderem Orte, aber hier gehört sie auch hin, die Beschreibung meiner lieben Kolleginnen :-)


Sie sind aufgetakelt wie eine Fregatte vor Trafalgar, tragen Escada, Fuzzi oder Cretin, häufiger aber die Remakes aus Polen und Südostasien, hochhackig und tiefausgeschnitten, die Lippenhäufig schwarzgeschminkt. Dem Äußeren nach könnten sie als Huren durchgehen, sind aber meist studierte Germa-Roma- oder sonstige Istinnen, was aber wiederum kaum glaubhaft erscheint angesichts des Wortschatzes. "Die Contentsyndication ruled die Business Application", "ich werde deinen Termin forewarden", "wir haben eine Accelerated Performance, die beim User eine starke Impression unser Objects generiert in Synergie mit Blahfasel", das muss frau erstmal hinbekommen. Chefs, die entweder etwas bauchig oder hochsportlicher Jungdynamiker sind und zumeist Versaceanzüge und Danielhechterhemden tragen, treten den Anjatanjas gegenüber zumeist gönnerhaft-freundlich auf, sind aber durchaus im Stande, ihnen auch mal auf den Hintern zu fassen, was die typische Anjatanja freundlich, aber bestimmt zurückweist, obwohl das ganze Verhalten so aussieht, als ob es darauf ankäme, Chefchen ins Bett zu kriegen, warum Anjatanjas wiederum Zickenkriege führen. Kolleginnen, die wirklich einmal etwas mit Vorgesetzten haben, sind einem regelrechten Terror ausgesetzt, der von Rumgetratsche bei den unmöglichsten Gelegenheitet bis zu echtem Mobbing reicht. Selbst die ertappte Anjatanja trägt aber immer ein niedliches Puppengesicht. Das Essen ist mittlerweile von Champagner, Austern, Kaviar geradewegs bis zu Junkfood herabgesunken.
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