27
Jan
2007

Die Schüssel muss zum Doktor

Kürzlich hatte Don ja beschrieben, wie seine Barchetta zur Werkstatt musste, nachdem der Motor verreckt war. Scheinbar birgt diese Zeit schlechtes Karma für flotte Roadster. Meine Schüssel - hier in glücklicheren Tagen beim Besuch einer Flugschau - hat eine gebrochene Nockenwelle und, wie sich herausstellte, auch noch einen Getriebeschaden und einen undichten Zylinderkopf. Ich hoffe mal, dass workingclasshero sie wieder hinkriegt. Immerhin was Anderes als langweilige Passat Modell "Nasenbär" zurechtzuschrauben. :-(


schuessel_im_sommer-copy

26
Jan
2007

Dell spinnt

Einen solchen Rechner find ich richtig galaktosuperaffengeil

//www.testticker.de/news/home_computing/news20070126007.aspx
auch wenn wir so etwas billiger konfigurieren könnten als Dell.
Aba: Für Games? Ich würde damit werben, dass es sich um einen PC handelt, der in anspruchsvollen Anwendungen mit Mac und Sun mithält, aber doch nicht zum daddeln, ts ts ts.

Systemhausschlampen

Ich schrub es gerade an anderem Orte, aber hier gehört sie auch hin, die Beschreibung meiner lieben Kolleginnen :-)


Sie sind aufgetakelt wie eine Fregatte vor Trafalgar, tragen Escada, Fuzzi oder Cretin, häufiger aber die Remakes aus Polen und Südostasien, hochhackig und tiefausgeschnitten, die Lippenhäufig schwarzgeschminkt. Dem Äußeren nach könnten sie als Huren durchgehen, sind aber meist studierte Germa-Roma- oder sonstige Istinnen, was aber wiederum kaum glaubhaft erscheint angesichts des Wortschatzes. "Die Contentsyndication ruled die Business Application", "ich werde deinen Termin forewarden", "wir haben eine Accelerated Performance, die beim User eine starke Impression unser Objects generiert in Synergie mit Blahfasel", das muss frau erstmal hinbekommen. Chefs, die entweder etwas bauchig oder hochsportlicher Jungdynamiker sind und zumeist Versaceanzüge und Danielhechterhemden tragen, treten den Anjatanjas gegenüber zumeist gönnerhaft-freundlich auf, sind aber durchaus im Stande, ihnen auch mal auf den Hintern zu fassen, was die typische Anjatanja freundlich, aber bestimmt zurückweist, obwohl das ganze Verhalten so aussieht, als ob es darauf ankäme, Chefchen ins Bett zu kriegen, warum Anjatanjas wiederum Zickenkriege führen. Kolleginnen, die wirklich einmal etwas mit Vorgesetzten haben, sind einem regelrechten Terror ausgesetzt, der von Rumgetratsche bei den unmöglichsten Gelegenheitet bis zu echtem Mobbing reicht. Selbst die ertappte Anjatanja trägt aber immer ein niedliches Puppengesicht. Das Essen ist mittlerweile von Champagner, Austern, Kaviar geradewegs bis zu Junkfood herabgesunken.

14
Jan
2007

Tief in mir drin

Es ist geschehen, ich habe das getan, was ich an den verhassten Business-Schlampen, den Anjatanjas, immer verurteilt habe: ich bin mit einem Geschäftspartner ins Bett gestiegen. Und der war echt scheiße. Außerdem habe ich die Erfahrung machen müssen, dass es wohl nicht gut ist, mit Männern über Sex zu reden. Ich habe einem guten Bekannten diese Geschichte erzählt //netbitch1.twoday.net/stories/3017250/ und er meinte glatt: "In Dir drinstecken würde ich auch gerne."

Ich habe ihm keine geballert, sondern wir haben es gemacht. Schön wars, nur: Ich fühle mich gegenüber meinem Lover schuldig, die im Link erzählte Geschichte und auch die mit meinem zweiten guten Kumpel könnte ich noch unter der Rubrik: Freundschaftlicher Sex mit echten Freunden" verbuchen, aber die Sache mit dem Äh Bäh Arschloch und Umfallschwanz von Firma Very Big, dafür schäme ich mich echt.

8
Jan
2007

Doch noch eine Zukunft für BenQ mobile?

Mit dieser Meldung hier wird es richtig spannend. Ich drücke der BenQ-Belegschaft jedenfalls die Daumen!



//www.it-im-unternehmen.de/news/news20070108001.aspx

4
Jan
2007

Der Kongreß tanzt

Juhu! Kaum aus Sverige zurückgekommen, wurde ich ausgewählt, auf ein Kundenbindungsseminar zu gehen, wo ich es mir zum Wohle der Firma als Spesenritterin gut gehen lassen kann. La vita e bella!

30
Dez
2006

Abisko

Es ist mitten in der Nacht, aber das ist scheißegal, weil es hier ständig dunkel ist. Wobei die Polarnacht so dunkel auch wieder nicht ist, weil der Schnee hohe Leuchtkraft hat und vom Himmel so etwas scheint


polarlicht

Norsk Lisket oder so ähnlich (kann kein schwedisch).

Die sogenannte Polarnacht ist also relativ hell, und die Eindrücke sehen so aus

naarafejell1_5

naarafjell1


naarafjell3-3

naarafjell2_2


Mit dem Schneemobil bin ich weit hinausgefahren, habe mir den Arsch abgefroren und schließlich dieses Bild vor die Linse bekommen, dieses gottvolle Tier, das ich selbst im fernsten Canada nie zu sehen bekam und selbst hier ausgesprochen selten ist (stundenlang lag ich mittem 500er Tele in eine Aluhülle eingewickelt im Schnee hierfür)


wolf

24
Dez
2006

Weiße Weihnachten

Die gibt es bei mir garantiert: Anstelle des roten Alfa Spider steht bei mir ein vollbeladener Passat Kombi Syncro vor der Tür (mit Scheeketten in Bereitschaft und Skiern im Dachsarg), und gleich geht es los nach Schweden. Vielleicht kann ich ja ein paar schöne Schneebilder schießen, mal sehn.

Allen ein frohes Fest!

20
Dez
2006

Feminismus im Spätmittelalter

Dort unten im Gnadental geschah eine Geschicht',

die hat schön angefangen und endete so nicht.

Die Hester Jonas war des Peter Meurer Weib;
sie hatte grobe Hände und einen jungen Leib.

Die Tage waren Arbeit, die Nächte waren leer.
Und Hester hatte Träume und träumte immer mehr.

Und morgens an der Erft, wenn sie die Wäsche rieb,
erzählte sie den Frauen, was von den Träumen blieb:


Da war aus Wein der Fluß, die Bäume trugen Brot;

im Hanffeld blühten Kirschen, die warn im Winter rot.

Kein Krämer fuhr den Karren; kein Geld brauchte ein Kleid;

kein Mensch brauchte zu darben, kein Weg war mehr zu weit.

Die Frauen hörten sie mit lachendem Gesicht.
Schön waren Hesters Träume und schadeten doch nicht.
Und mittags auf dem Markt, wo mancher Händler rief,
geschah's, daß um die Jonas mehr Volk zusammenlief.
Die Männer zeigten ihr oft einen schiefen Mund.
Die bessern sagten: Hester, du richtest dich zugrund.
Des nachts zum kühlen Gras kamen sie hungrig doch
und wollten Hesters Träume und baten: heute noch.

Die Städte werden fallen wo reich nur wenig sind.
Die armen Leute steigen zum Reichtum ohne Sünd.
Und gibt nicht mehr dem Fürst, nicht Bischof und dmn Zar
und wird nichts sein am Morgen wie es am Abend war.

Da kamen in der Früh zwei Männer aus der Stadt
und schleppten Hester Jonas vor einen Magistrat.
Da war die Red von Gott. Da war die Red von ihr.
Da war die Red von Träumen, die kränken Mensch und Tier.
Und quetschten ihr den Hals. Und brachen ihr Gebein.
Die ganze Stadt hat Tage voll Hester Jonas' Schrei'n.
Und unterschrieb die Schuld mit der verkrümmten Hand
und schrie noch lange Träume, bis sie das Feuer fand.

Die Städte werden falln wo reich nur wenig sind...

Dort unten im Gnadental geschah eine Geschicht',
die hat schön angefangen und endete so nicht.

Nein, aber sie wird besser enden. Frauen, erhebt euch, und die Welt erlebt euch! Wir werden die Unterdrückten, die Ausgebeuteten, die Hungernden auf die Straße treiben, bis sie alles niederreißen, was Menschen zu Sklaven macht. Wir werden keine Eheweiber, Slaven, Neger, Jidden, Chicanos, Untermenschen oder Proletarier mehr sein, sondern Menschen. Wir werden Menschen sein, oder die Welt wird dem Erdboden gleichgemacht bei unserem Versuch, es zu werden. Fuego y Bandera! Biji Azadi! Jijana me! Berxwedan Jijane

19
Dez
2006

Bushido

Die, die ich heute bin, wäre ich nicht ohne die gelernte Kunst des Goyo Kyu Karate Do, eine Kampfkunst, die aus dem Wushu hergleitet wurde. Deutsche kennen das meist als Kung Fu, aber dieser Begriff bezeichnet eigentlich den Lehrenden, vergleichbar dem Hindi-Panjabi-Begriff Guru.
Also, wenn frau hier ist kevinalleinpaddel

und der nächste Augenblick ist dort,

fallingwaters

dann ist es sinnvoll, eine bestimmte Verhaltensweise gelernt zu haben.

Mein Blogger- und auch-sonst-Freund Che berichtete von Bergtouren und einer Nacht im Minenfeld, mein sehr lieber Freund Workingclasshero von einer Situation, wo jemand eine Pistole auf ihn richtete, meine, wie ich weiß (ich gestehe ein, eitel zu sein, ist das schlimm?) mich verehrende Freundin Melinda von einer Fast-Vergewaltigung, die sie mit ihrem Blick verhinderte, und ich finde das alles vergleichbar. Bushido, oder, wie man das in der Südsee nennt, Mana. Die innere Haltung. Wer sich selbst als den Tiger sieht, muss den Tiger nicht fürchten. Wer sich für schwach hält, hat schon verloren.

Nicht so schüchtern, RJWeb!

Ich gehe mal in die Vorleistung.


netbitchnear2


torsomea


sarahvanachtern31


Zeigst Du mir was von Dir?

14
Dez
2006

Soll ichs wagen?

In der Firma steht die Weihnachtsfeier an, die bis in die Puppen gehen wird. Noch immer ist das Programm nicht komplett. Und da überlege ich mir, ob ich die strippende Weihnachtsfrau geben soll. Ein bißchen mulmig ist mir dabei. Also, liebe Leserschaft, jetzt mal ganz ernsthaft gefragt: Würdet Ihr so etwas machen?

11
Dez
2006

Frage- und Antwortspiele

Ein libertärer Linker ist bekanntlich ein Anarchist, ein Anarchosyndikalist oder ein Autonomer. Das sind also Leute, die den kapitalistischen bürgerlichen Staat abschaffen und durch eine freie Assoziation der Werktätigen ersetzen wollen.


Wodurch zeichnet sich also ein libertärer Linker aus?

1) Kann ein libertärer Linker das Militär der Hauptmacht der kapitalistischen Welt unterstützenswert finden?


2) Wird ein libertärer Linker sich der internationalen Solidarität mit unterdrückten Völkern verweigern oder diese an machtpolitischen Interessenkoalitionen ausrichten?


3) Orientiert ein libertärer Linker sich eher an Bakunin, Kropotkin, Malstesta, Vanzetti usw. oder eher an Richard Perle und George W. Bush?

4) Solidarisiert ein libertärer Linker sich mit denjenigen, die für die Rechte indigener Völker oder gegen die grüne Revolution qua Gentech kämpfen?

5) Bezeichnet ein libertärer Linker andere libertäre Linke bis an die Schwelle der Beleidigung oder darüber hinaus als totalitäre Stalinisten und ähnliches oder rückt sie in die Nähe von Antisemiten?

6) Will ein libertärer Linker den Kapitalismus abschaffen oder will er das nicht?

7) Bewegt ein libertärer Linker sich im Bezugssystem linker Kapitalismuskritik?

3
Dez
2006

Gratulation

Dem neuen Blog vom Che heute Schampus, denn es ist 500 Tage online!

Ein gelungener Abend

Ich war bei einem alten Freund zu Gast. Zwischen uns läuft nichts, und ich bin erstens verpartnert und zweitens monogam, wenn auch nur seriell. Eigentlich. Als es nach einigen Gläsern Rotwein und sehr guten Gesprächen um die Frage ging, wo ich schlafe, sagte ich: "In Deinem Bett." Ich hatte eigentlich keine Absichten, bißchen knuddeln vielleicht, oder umschlungen sich wärmend einschlafen, aber keinen Sex. Eigentlich. Obwohl, ich trau mir da nicht mehr richtig über den Weg. Warum hatte ich diesen sehr knappen Minirock aus schwarzer Seidenspitze angezogen, und statt blickdichter Strumpfhose diese Strapsteile, für die es viel zu kalt ist? Trieb mein Unbewusstes da böse Scherze? Es kam zum Sex, bevor wir ins Bett gingen. Er nahm mich (anders lässt sich das nicht ausdrücken) auf dem Esstisch, auf dem noch Rotweingläser standen, von denen eines zu Bruch ging, und auch sonst war diese Nacht, in der wenig geschlafen wurde, sehr bewegt. Eine Fortsetzung wird es nicht geben, mais je ne regrette rien. Alte Feuer glimmen noch, und sie können jederzeit hochauf lodern. Vielleicht war der Abend nur dazu da, um das zu raffen.

2
Dez
2006

Neulich, auffer Wilhemshöher

Da gingen zwei Mädels neben mir, Kurdinnen, so vielleicht 18 bis 20 und in dem Straßenschlampenlook, den ich selbst auch gerne trage, also Langschaftdocmartens, Netzstrumpfhosen, Hotpants, kurze Lederjacken. Das ist bei den Migrierten ja durchaus häufig, wundern tat mich nur ihr Gesprächsthema. In einer Laustärke, die ein Mithören aus 5 Metern Entfernung ermöglichte, unterhielten die sich über die Art und Weise, wie sie den Orgasmus erleben.


Tja, die islamisch Migrierten sind auch nicht mehr, was das Klischee verspricht :-)

Das Negative positiv sehen

Wir hatten gerade ein Seminar mit einem Motivationscoach, der uns positives Denken nahebrachte. Man müsse alles positiv sehen können, war seine Devise. Hmmm. Das hieße ja, auch das Negative positiv zu sehen, mithin umzudrehen. Drehe ich negativ um, kommt vitagen heraus. Was das wohl sein mag? Klingt jedenfalls sexy, wie irgend ein neues Bioprodukt. Oder was aus dem Gentech-Bereich? Vielleicht was für die körperbewusste junge Frau von heute? So ähnlich wie Sperma-Light - macht schwanger, aber nicht dick.

24
Nov
2006

Ein echter Rebell, ein merkwürdiger Panzerfahrer und ein Massaker; oder: Der Griff ins Sauerkrautfass

Ich lernte ihn Anfang der Neunziger in der linken Szene kennen. Er war tough, eloquent, fantasievoll und sehr begeisterungsfähig. Er engagierte sich unter anderem in einem politischen Zusammenhang, der Soliarbeit für Südkurdistan machte. Südkurdistan, das war wichtig. Es gab keinen Nordirak. Sie bezeichneten sich als Antifas, die gegen den Faschisten Saddam kämpften. Gegen Nazis in Deutschland, gegen das Militär in der Türkei, gegen Saddam im Irak, gegen die israelische Armee (aber nicht das israelische Volk) in der Westbank, für die Schwarzen in den USA - ein Kampf. Einige von ihnen hatten vorher mit der Waffe in der Hand gegen Saddam gekämpft. Jetzt machten sie legale Arbeit, im Grunde eine private Hilfsorganisation. Allerdings robust; wenn eine pro-irakische Organisation in Deutschland eine Diskussionsveranstaltung machen wollte, reichte schon das vage Gerücht, dass die Gruppe teilnehmen wollte, um sie sofort abzusagen und selbst aus dem Ausland angereiste Referenten heimzuschicken. Er machte die Öffentlichkeitsarbeit, oder zumindest einen Teil davon. Da wundert es mich schon sehr, bei einem Blogger, dessen Heimseite aussieht wie die Kameradschaftsabendshomepage eine Panzerbataillons, zu lesen, er sei ein Freund der Schlächter des Saddam-Regimes, und ihn mit Dscherdschinski, einen anderen Blogger hingegen mit Berija verglichen zu sehen. Ist mein alter Freund plötzlich völlig umgedreht worden? Haben Saddams Häscher eine Gehirnwäsche mit ihm gemacht, noch bevor sie selber abgesägt wurden? Mitnichten, vielleicht auch mitneffen, er ist ganz der Alte, wie ich lesen kann.

//che2001.blogger.de/stories/615066


Aber eine gewisse Akzeptanz für das Saddam-Regime sei ja linker Mainstream. Tja, schade nur, dass die Linken, um die es hier geht, für Saddam ungefähr so viel übrig hatten wie Simon Wiesenthal für
Barbie. Da hat ein kleiner Junge, der gerne mit Panzern spielt, wohl nicht verstanden, was die Großen erzählen :-)
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